Tod von BergtrÀger am K2: Komitee in Pakistan hört Zeugen
10.08.2023 - 09:24:25In Pakistan sollen nach dem Tod eines BergtrÀgers am K2 Zeugen gehört werden. «Die wichtigste Aussage wÀre die des anderen HöhentrÀgers, der mit dem toten TrÀger das Seil befestigte und ihn fallen sah», sagte Rahat Karim Baig, Mitglied einer Untersuchungskommission, der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag.
Vor rund zwei Wochen war der pakistanische BergtrĂ€ger Mohammed Hassan am asiatischen Achttausender K2 gestĂŒrzt und schlieĂlich ums Leben gekommen. Sein Tod löste einen Aufschrei aus, nachdem Videos bekannt geworden waren, die ihn am UnglĂŒcksort noch am Leben zeigten.
«Es ist bedauerlich, dass niemand anhielt, um dem sterbenden Mann zu helfen», sagte Abu Zafar Sadiq, PrĂ€sident des pakistanischen Alpinclubs, der dpa. Mehrere Lawinen seien am UnglĂŒckstag an einem Engpass am K2 ausgelöst worden, der schwierigsten Stelle vor dem Gipfel. «Einige der Bergsteiger wurden von den Lawinen getroffen, aber zum GlĂŒck wurde niemand mitgerissen», sagte Sadiq weiter. «Wie auch immer die UmstĂ€nde waren, jemand hĂ€tte dem armen Kerl helfen mĂŒssen.»
Auch ein Bergsteiger aus Tirol und ein deutscher Kameramann waren am Tag des UnglĂŒcks am K2, wie die Wiener Zeitung «Der Standard» berichtete. Von dem Vorfall bekamen sie demnach zunĂ€chst nichts mit. Auf einer Drohnenaufnahme sollen sie dann den im Sterben liegenden TrĂ€ger Hassan gesichtet haben, als sie bereits ins Basislager zurĂŒckgekehrt waren. «Er ist dort elendig verreckt. Es hĂ€tte nur drei, vier Leute gebraucht, ihn runterzubringen», zitierte «Der Standard» den Tiroler Bergsteiger Wilhelm Steindl.
Immer wieder kommt es im pakistanischen Gebirge und den angrenzenden LĂ€ndern im Himalaya zu tödlichen UnfĂ€llen. Der 8611 Meter hohe K2 in Pakistan ist der zweithöchste Berg der Erde und gilt als extrem schwierig. GrĂŒnde sind unter anderem die steile Route und die Lawinengefahr.


