Mindestens vier Tote bei Restaurant-Einsturz am Ballermann
24.05.2024 - 00:26:59Tragödie am Ballermann: Beim Einsturz eines Restaurants an der Playa de Palma auf Mallorca sind am Abend mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Zudem seien 16 Menschen verletzt worden, einige davon schwer, teilte die Polizei der spanischen Urlaubsinsel mit. Zur Ursache des UnglĂŒcks sowie zur IdentitĂ€t der Opfer wurde zunĂ€chst nichts bekannt. Es ist aber zu vermuten, dass unter den Betroffenen neben Restaurantmitarbeitern und einheimischen Besuchern auch Touristen sind. Noch gegen Mitternacht suchten EinsatzkrĂ€fte unter den TrĂŒmmern fieberhaft nach Opfern.
Der Unfall geschah direkt am Strand, nur wenige StraĂen von den Kultlokalen Megapark und Bierkönig entfernt. Das GebĂ€ude des Medusa Beach Club stĂŒrzte gegen 20.30 Uhr ein. Der erste Stock sei dabei bis zum Keller eingebrochen, berichteten die Zeitung «El PaĂs» und andere Medien unter Berufung auf Augenzeugen. Ein Polizeisprecher hatte aber kurz vor Mitternacht gute Nachrichten: «Mit 90-prozentiger Sicherheit» seien unter den TrĂŒmmern keine Opfer mehr, sagte er der dpa auf Anfrage.
Javier, ein Bewohner der Playa de Palma, war in unmittelbarer NĂ€he, als das GebĂ€ude an der StraĂe Cartago schnell wie ein Kartenhaus, aber mit lautem Getöse in sich zusammenfiel. «Es hörte sich wie eine Bombe an», erzĂ€hlte er einem Reporter der Regionalzeitung «Ăltima Hora». Andere Menschen sagten, das GebĂ€ude sei erst «vor ein paar Jahren» renoviert worden. Der Teil im ersten Stock, der einstĂŒrzte, sei als Chill-out-Bereich benutzt worden.
Restaurant war zum Zeitpunkt des Einsturzes voll
Zum Zeitpunkt des Einsturzes sei das Restaurant, das zum Teil auch als Cocktailbar mit Livemusik fungierte, voll gewesen, berichteten Medien. Gegen Mitternacht waren Einheiten von Polizei, Feuerwehr sowie Notfalldienst noch am Unfallort im Einsatz. Psychologen betreuten immer noch Opfer und Zeugen der Tragödie.
Bis zu 1000 Menschen hĂ€tten sich unmittelbar nach dem Einsturz vor dem Unfallort versammelt, berichteten die Regionalzeitungen «Diario de Mallorca» und «Ăltima Hora». Angehörige von Mitarbeitern bangten um ihre Lieben. Der BĂŒrgermeister von Palma, Jaime MartĂnez, und der erste stellvertretende BĂŒrgermeister, Javier Bonet, fuhren ebenfalls schnell zum Strand, um sich vor Ort ein Bild von der Tragödie und den Rettungsarbeiten zu machen.
Nach dem Start der Party-Saison ist die Playa de Palma seit Ende April wieder voller Touristen, die - anders als die Besucher der englischen Partyhochburg Magaluf westlich von Palma - mehrheitlich aus Deutschland kommen.


