Erneut Waffengewalt an US-Hochschule - mindestens zwei Tote
18.04.2025 - 00:15:34Bei einem Schusswaffenangriff an einer Hochschule im US-Bundesstaat Florida sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Sechs weitere erlitten Verletzungen, fĂŒnf von ihnen wurden in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht, wie die Behörden bei einer Pressekonferenz mitteilten.Â
Der mutmaĂliche SchĂŒtze, nach ersten Erkenntnissen ein 20 Jahre alter Student der UniversitĂ€t, wurde demnach festgenommen und ebenfalls ins Krankenhaus gebracht. Nach Behördenangaben handelt es sich um den Sohn einer stellvertretenden Bezirkspolizeichefin aus der Gegend. Bei den Todesopfern handelt es sich laut Polizei nicht um Studierende der Hochschule. Weitere Angaben zu den Opfern wurden zunĂ€chst nicht gemacht.
Polizei: Waffe gehörte Mutter des mutmaĂlichen SchĂŒtzen
Am Tatort wurde nach Behördenangaben eine Schusswaffe gefunden, die der Mutter des mutmaĂlichen SchĂŒtzen gehörte. Zudem war der junge Mann Mitglied eines Programms, in dessen Rahmen er engen Kontakt zur Polizei gehabt und an verschiedenen Trainings teilgenommen habe. «Es ist fĂŒr uns daher keine Ăberraschung, dass er Zugang zu Waffen hatte», sagte ein Behördenvertreter. Die Ermittlungen zu den genauen UmstĂ€nden dauerten an.
Schusswaffen sind in den Vereinigten Staaten leicht zugĂ€nglich und in enormer Zahl im Umlauf. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC sterben jedes Jahr Zehntausende Menschen in Folge von Schusswaffenverletzungen. Bei Kindern und Jugendlichen gehören sie zu den hĂ€ufigsten Todesursachen â laut Daten aus dem Jahr 2023 noch vor VerkehrsunfĂ€llen. In vielen Schulen gibt es bereits frĂŒh regelmĂ€Ăige Ăbungen, um Kinder auf mögliche Angriffe vorzubereiten.
Trump: Waffen sind nicht das Problem
Nach Gewalttaten â etwa an Schulen, in SupermĂ€rkten, Nachtclubs oder bei öffentlichen Veranstaltungen â gibt es immer wieder hitzige Debatten ĂŒber strengere Waffengesetze. Greifbare Fortschritte blieben bislang jedoch aus. Eine umfassende Reform scheitert seit Jahren am Widerstand der Republikaner und der mĂ€chtigen Waffenlobby.
Der republikanische US-PrĂ€sident Donald Trump Ă€uĂerte sich am Rande eines öffentlichen Auftritts zu dem Vorfall. Er nannte die Tat «eine Schande» und bekrĂ€ftigte zugleich seine UnterstĂŒtzung fĂŒr das in der US-Verfassung verankerte Waffenrecht. «Ich bin ein groĂer Verfechter des zweiten Verfassungszusatzes â das war ich von Anfang an und werde es auch bleiben», sagte Trump. Nicht die Waffen seien das Problem, sondern die Menschen, die sie benutzten. Auf die Frage, ob er sich angesichts des Angriffs in Florida fĂŒr strengere Gesetze einsetzen werde, erklĂ€rte er: «Ich habe die Verpflichtung, den zweiten Verfassungszusatz zu schĂŒtzen.»


