Philippinen, Indonesien

Tsunami-Warnung nach schwerem Erdbeben vor den Philippinen

08.06.2026 - 05:31:40 | dpa.de

Ein starkes Erdbeben erschĂŒttert die sĂŒdlichen Philippinen. Die Behörden warnen vor möglichen Tsunami-Wellen und rufen Menschen an den KĂŒsten zur Flucht auf. Berichte ĂŒber SchĂ€den liegen bereits vor.

  • Das Ausmaß der SchĂ€den war zunĂ€chst unklar. - Bild: Ernesto Torres Jr/dpa
    Das Ausmaß der SchĂ€den war zunĂ€chst unklar. - Bild: Ernesto Torres Jr/dpa
  • Ersten Meldungen zufolge sollen auch GebĂ€ude eingestĂŒrzt sein. - Bild: Ernesto Torres Jr/Ernesto Torres Jr/AP/dpa
    Ersten Meldungen zufolge sollen auch GebĂ€ude eingestĂŒrzt sein. - Bild: Ernesto Torres Jr/Ernesto Torres Jr/AP/dpa
  • Menschen liefen in Panik auf die Straßen. - Bild: Ernesto Torres Jr/dpa
    Menschen liefen in Panik auf die Straßen. - Bild: Ernesto Torres Jr/dpa
  • Es gab SchĂ€den an zahlreichen GebĂ€uden. - Bild: -/XinHua/dpa
    Es gab SchÀden an zahlreichen GebÀuden. - Bild: -/XinHua/dpa
  • Das Ausmaß der SchĂ€den war unklar. - Bild: -/XinHua/dpa
    Das Ausmaß der SchĂ€den war unklar. - Bild: -/XinHua/dpa
  • Betroffen war der SĂŒden der Philippinen. - Bild: -/XinHua/dpa
    Betroffen war der SĂŒden der Philippinen. - Bild: -/XinHua/dpa
  • Das Beben ereignete sich am frĂŒhen Morgen. - Bild: Ernesto Torres Jr/dpa
    Das Beben ereignete sich am frĂŒhen Morgen. - Bild: Ernesto Torres Jr/dpa
Das Ausmaß der SchĂ€den war zunĂ€chst unklar. - Bild: Ernesto Torres Jr/dpa Ersten Meldungen zufolge sollen auch GebĂ€ude eingestĂŒrzt sein. - Bild: Ernesto Torres Jr/Ernesto Torres Jr/AP/dpa Menschen liefen in Panik auf die Straßen. - Bild: Ernesto Torres Jr/dpa Es gab SchĂ€den an zahlreichen GebĂ€uden. - Bild: -/XinHua/dpa Das Ausmaß der SchĂ€den war unklar. - Bild: -/XinHua/dpa Betroffen war der SĂŒden der Philippinen. - Bild: -/XinHua/dpa Das Beben ereignete sich am frĂŒhen Morgen. - Bild: Ernesto Torres Jr/dpa

Ein schweres Erdbeben hat die sĂŒdlichen Philippinen erschĂŒttert und Tsunami-Warnungen in mehreren LĂ€ndern ausgelöst. GebĂ€ude stĂŒrzten ein, Menschen liefen in Panik auf die Straßen. Das Beben der StĂ€rke 7,8 ereignete sich am Montagmorgen vor der KĂŒste der Provinz Sarangani auf der Insel Mindanao, wie das philippinische Institut fĂŒr Vulkanologie und Seismologie (Phivolcs) mitteilte.

Die Behörden riefen die Bewohner mehrerer KĂŒstengebiete auf, sich umgehend in höher gelegene Regionen zu begeben. Auch im benachbarten Indonesien wurden Tsunami-Warnungen ausgegeben, speziell auf der Insel Sulawesi. Japan warnte ebenfalls vor möglichen Flutwellen an Teilen seiner PazifikkĂŒste.

SchÀden an vielen GebÀuden

Die philippinische Katastrophenschutzbehörde teilte mit, Berichte ĂŒber mögliche Todesopfer und Verletzte wĂŒrden noch ĂŒberprĂŒft. Zudem gingen Meldungen ĂŒber schwere SchĂ€den an Schulen, KrankenhĂ€usern, Einkaufszentren und Kirchen ein. Das Ausmaß der SchĂ€den war aber zunĂ€chst unklar.

Das Epizentrum lag sĂŒdwestlich der Gemeinde Maasim in der Provinz Sarangani. Besonders stark waren die ErschĂŒtterungen in der Stadt General Santos City zu spĂŒren. Dort wurde der Flughafen vorĂŒbergehend geschlossen.

Das Beben traf die Region um 7.37 Uhr (Ortszeit) am ersten Schultag des neuen Schuljahres. An Schulen und Behörden fanden vielerorts gerade Flaggenzeremonien statt – GlĂŒck im UnglĂŒck, denn zahlreiche SchĂŒler, LehrkrĂ€fte und BeschĂ€ftigte hielten sich gerade im Freien auf. Der Unterricht wurde in den betroffenen Gebieten ausgesetzt, ebenso die Arbeit in vielen öffentlichen und privaten Einrichtungen.

Was sagen Augenzeugen?

Viele Menschen reagierten panisch auf die heftigen ErdstĂ¶ĂŸe. «Ich dachte, es wĂ€re mein Ende. Ich habe einfach angefangen zu beten», sagte die Provinzreporterin Noreen Ygonia lokalen Medien. «Es hat so heftig gebebt, dass ich mich kaum bewegen konnte.» Eine Bewohnerin der Stadt Koronadal sagte: «Wir haben nur noch geschrien, weil wir solche Angst hatten.»

An einer Schule in der Provinz Davao del Sur stĂŒrzte nach Angaben der Schulleitung ein GebĂ€ude ein. Verletzt wurde niemand. «Zum GlĂŒck fand gerade unsere Flaggenzeremonie statt und alle waren draußen», sagte Schulleiterin Elene Marie Jane Gamboa. Das GebĂ€ude sei bereits bei einem Erdbeben im Jahr 2019 beschĂ€digt worden und sollte ohnehin abgerissen werden.

US-Geologen registrierten zahlreiche Nachbeben. Nach EinschĂ€tzung der US-Erdbebenwarte USGS könnten an einigen KĂŒstenabschnitten Wellen von bis zu drei Metern Höhe auftreten. Die philippinischen Behörden erklĂ€rten jedoch, zunĂ€chst seien keine ungewöhnlich hohen Wellen beobachtet worden. Die Entwicklung werde weiter ĂŒberwacht.

Was ist der Pazifische Feuerring?

PrĂ€sident Ferdinand Marcos Jr. sicherte den Betroffenen staatliche UnterstĂŒtzung zu. Die nationale Regierung werde Mindanao nicht alleinlassen, erklĂ€rte er. Er stehe in stĂ€ndigem Kontakt mit den regionalen Behörden vor Ort. Die Bevölkerung rief er auf: «Begeben Sie sich jetzt in höher gelegene Gebiete. Warten Sie nicht.» Das Leben der Menschen sei wichtiger als alles, was sie zurĂŒcklassen mĂŒssten. 

Die Philippinen und Indonesien liegen am Pazifischen Feuerring – einem gigantischen, hufeisenförmigen VulkangĂŒrtel. Dort treten besonders hĂ€ufig starke Erdbeben und VulkanausbrĂŒche auf, weil mehrere Erdplatten aneinanderstoßen.

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