Erdbeben der StĂ€rke 7,4 erschĂŒttert Kolumbien
Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 16:41 Uhr | dpa.deEin Erdbeben der StĂ€rke 7,4 hat Kolumbien erschĂŒttert. Es gab Verletzte und teils schwere GebĂ€udeschĂ€den. Das Epizentrum lag nahe San JosĂ© del Palmar im westkolumbianischen Departamento ChocĂł, wie der Kolumbianische Geologische Dienst (SGC) mitteilte. Das Beben ereignete sich demnach in einer Tiefe von 96 Kilometern.
Die ErschĂŒtterungen waren unter anderem in den StĂ€dten und Gemeinden wie BogotĂĄ, MedellĂn, Cali, Pereira und Manizales zu spĂŒren, wie mehrere Medien berichteten. In Cali seien Teile von GebĂ€udefassaden beschĂ€digt worden, in Manizales habe ein Turm der Kathedrale SchĂ€den erlitten. Auch aus Pereira seien GebĂ€udeschĂ€den gemeldet worden.
Das Beben ereignete sich um 7.34 Uhr Ortszeit. Der US-amerikanische Geologische Dienst (USGS) gab die Tiefe mit 107 Kilometern an und damit etwas tiefer als der Kolumbianische Geologische Dienst.
In der Hauptstadt des Departamentos Chocó, Quibdó, wurden nach Angaben der Gouverneurin Nubia Carolina Córdoba mehrere Menschen verletzt und GebÀude schwer beschÀdigt. «Uns bereiten die Nachbeben Sorgen», schrieb Córdoba auf der Plattform X.
Regierung aktiviert Krisenstab
Der erst kĂŒrzlich vereidigte PrĂ€sident Abelardo de la Espriella ordnete die Einrichtung eines gemeinsamen Krisenstabs in San JosĂ© del Palmar an. Dieser soll die MaĂnahmen zur BewĂ€ltigung der SchĂ€den und die Hilfe fĂŒr Betroffene koordinieren. Zudem forderte der PrĂ€sident einen detaillierten Bericht ĂŒber die Lage und den dringendsten Hilfsbedarf.
De la Espriella kĂŒndigte an, persönlich nach Pereira zu reisen. Kurz nach dem Hauptbeben registrierte der Kolumbianische Geologische Dienst zudem ein Nachbeben der StĂ€rke 4,6 im ebenfalls im Departamento ChocĂł gelegenen NĂłvita.
