Montenegro, Menschen

Mann in Montenegro erschießt zehn Menschen - Staatstrauer

02.01.2025 - 08:35:26 | dpa.de

Ein Streit endet in Montenegro in einer Tragödie. Der TÀter war zuvor schon wegen illegalen Waffenbesitzes aufgefallen. Was ist bekannt?

In Montenegro erschoss ein 45-jĂ€hriger Mann mindestens zehn Menschen und anschließend sich selbst. (Foto aktuell) - Foto: Risto Bozovic/AP/dpa
In Montenegro erschoss ein 45-jĂ€hriger Mann mindestens zehn Menschen und anschließend sich selbst. (Foto aktuell) - Foto: Risto Bozovic/AP/dpa

Nach der Gewalttat in Montenegro mit mindestens zehn Toten ist in dem Balkanland eine dreitĂ€gige Staatstrauer ausgerufen worden. Das ordnete die Regierung in der Hauptstadt Podgorica noch in der Nacht an. Ein 45-jĂ€hriger Mann hatte laut Behörden-Angaben in der montenegrinischen Kleinstadt Cetinje mit einer Schusswaffe mindestens zehn Menschen getötet, unter ihnen zwei Kinder. Anschließend habe er sich erschossen. Vier weitere Menschen erlitten bei dem Vorfall am Mittwoch schwere Verletzungen.

Medienberichten zufolge geriet der TĂ€ter in einer Kneipe mit einem anderen Gast in einen Streit. Daraufhin sei er nach Hause gegangen, habe eine Waffe geholt und sei in die GaststĂ€tte zurĂŒckgekehrt, um mehrere Menschen zu töten und zu verletzen. Danach sei er weggelaufen und habe an verschiedenen Stellen in Cetinje weitere Menschen erschossen, unter ihnen die zwei Kinder.

Welche Details nannte die Polizei?

Danach habe sich der TĂ€ter nach Hause begeben und sich in den Kopf geschossen, nachdem die Polizei sein Haus umstellt und ihn zur Aufgabe aufgefordert habe, sagte der montenegrinische Interims-Polizeichef Lazar Scepanovic auf einer Pressekonferenz. Der TatverdĂ€chtige sei kurz vor Mitternacht auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben, fĂŒgte er hinzu.

Der Mann sei bereits im Jahr 2022 wegen illegalen Waffenbesitzes zu einer dreimonatigen Haftstrafe verurteilt worden, sagte Scepanovic. Da das Urteil, gegen das er berufen hatte, in der Folge nicht rechtskrÀftig wurde, ist die Strafe nicht vollstreckt worden. 

In Montenegro und anderen BalkanlĂ€ndern sind viele Menschen bewaffnet, oft verfĂŒgen sie nicht ĂŒber einen Waffenschein. Die 14.000-Einwohner-Stadt Cetinje war bis 1918 die Hauptstadt des damaligen Königreichs Montenegro. Im August 2022 hatte dort ein AmoklĂ€ufer zehn Menschen erschossen, eher er selbst von einem bewaffneten Passanten getötet wurde.

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