Vermisster Surfer: Polizei geht von tödlichem Haiangriff aus
12.03.2025 - 09:10:33Nach dem Verschwinden eines Surfers im SĂŒdwesten Australiens geht die Polizei davon aus, dass der 37-JĂ€hrige Opfer eines tödlichen Haiangriffs geworden ist. «Bei der Suche wurde die Leiche des Surfers leider nicht gefunden», sagte ein Polizeisprecher. Es gehe nicht mehr um eine Rettung, sondern um eine Bergung. Am Montag war das Surfbrett des Mannes gefunden worden - es hatte Bissspuren.Â
Eine Menge Blut
Der laut Medienberichten aus Neuseeland stammende 37-JĂ€hrige war am Montag vor den Augen seiner Freundin an einem abgelegenen Strand nahe der Stadt Esperance beim Surfen in Not geraten.Â
Drohnenbilder machten offensichtlich, dass es sich um einen Haiangriff gehandelt habe, sagte der Polizeisprecher. «Es sind eine Menge Blut, der Hai und einige andere Dinge zu sehen, auf die ich nicht nĂ€her eingehen möchte», ergĂ€nzte er. Es sei nun die Aufgabe von Gerichtsmedizinern und anderen Experten, die GröĂe und die Art des Haies zu bestimmen.Â
Der Mann war Medienberichten zufolge vor einigen Jahren in die NĂ€he von Melbourne gezogen und befand sich gerade mit seiner Freundin und einem Hund auf einem lĂ€ngeren Urlaubstrip durch Australien.Â
Unprovozierte Haiangriffe selten
In der Gegend um Esperance habe es in den vergangenen 20 Jahren mehrere Haiangriffe gegeben, hieĂ es weiter. Vier davon seien tödlich gewesen. Fachleute betonen aber immer wieder, dass die Wahrscheinlichkeit, von einem Hai gebissen zu werden, Ă€uĂerst gering sei.Â
Im Jahr 2024 wurden weltweit 47 unprovozierte Haiangriffe auf Menschen registriert - ein RĂŒckgang um 22 gegenĂŒber dem Vorjahr und deutlich weniger als im Zehnjahres-Durchschnitt von 70, wie die Datenbank ISAF des Florida Museum of Natural History in Gainesville (USA) kĂŒrzlich mitteilte. Demnach endeten vier FĂ€lle tödlich, was ebenfalls einen RĂŒckgang im Vergleich zu Vorjahren darstellt (2023: 10).
Laut dem Jahresbericht der ISAF (International Shark Attack File) gab es die meisten Angriffe in Florida. Australien verzeichnete im vergangenen Jahr ebenfalls mehrere unprovozierte Angriffe, TodesfÀlle gab es dort laut der Datenbank aber nicht. In australischen GewÀssern sind alle 13 Haiarten vertreten, von denen bekannt ist, dass es zu Angriffen auf Menschen kommen kann.


