Mexiko, KriminalitÀt

Influencer in Mexiko wÀhrend Livestreaming getötet

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 18:40 Uhr | dpa.de

Ein TikToker wird im gefĂ€hrlichen Bundesstaat Sinaloa erschossen. Die Ermittler prĂŒfen, ob Drogenkartelle hinter der Tat stehen.

  • Der Bundesstaat Sinaloa ist durch die Gewalt der Drogenkartelle gekennzeichnet. (Archivbild) - Bild: Mario Rivera Alvarado/AP/dpa
    Der Bundesstaat Sinaloa ist durch die Gewalt der Drogenkartelle gekennzeichnet. (Archivbild) - Bild: Mario Rivera Alvarado/AP/dpa
  • Kerzen stehen in der NĂ€he der Stelle, an der CĂ©sar GastĂ©lum getötet wurde. - Bild: Aaron Ibarra/AP/dpa
    Kerzen stehen in der NÀhe der Stelle, an der César Gastélum getötet wurde. - Bild: Aaron Ibarra/AP/dpa
Der Bundesstaat Sinaloa ist durch die Gewalt der Drogenkartelle gekennzeichnet. (Archivbild) - Bild: Mario Rivera Alvarado/AP/dpa Kerzen stehen in der NÀhe der Stelle, an der César Gastélum getötet wurde. - Bild: Aaron Ibarra/AP/dpa

In Mexiko ist im von Gewalt geprĂ€gten Bundesstaat Sinaloa ein Influencer vor laufender Kamera auf der Straße getötet worden. Bewaffnete hĂ€tten in der Stadt CuliacĂĄn gezielt auf CĂ©sar GastĂ©lum geschossen, teilten die Sicherheitsbehörden mit. Die Ermittlungen liefen, um die Verantwortlichen festzunehmen und die HintergrĂŒnde zu klĂ€ren, sagte PrĂ€sidentin Claudia Sheinbaum.

GastĂ©lum hatte mehr als 600.000 Follower auf TikTok und veröffentlichte auch auf Kick und anderen Plattformen vor allem humorvolle BeitrĂ€ge ĂŒber das tĂ€gliche Leben und das Essen in Sinaloa. Zum Zeitpunkt des Vorfalls stand er mit zwei anderen MĂ€nnern, als Lieferanten eines App-Lieferdienstes gekleidet, vor einer Fast-Food-Kette, als sich zwei MĂ€nner auf einem Motorrad nĂ€herten und das Feuer nur auf ihn eröffneten.

Möglicher Zusammenhang des Mordes mit kriminellen Banden 

Nach der Tötung GastĂ©lums wird laut dem Sicherheitskabinett der mexikanischen Regierung unter anderem ermittelt, ob ein Zusammenhang mit dem Inhalt einiger seiner BeitrĂ€ge besteht. Darin sei «auf eine Fraktion einer kriminellen Vereinigung angespielt worden», hieß es in einem Post der Behörde auf der Plattform X. NĂ€here Angaben dazu wurden nicht gemacht.

Der Bundesstaat Sinaloa im Nordwesten Mexikos ist die Wiege einiger der grĂ¶ĂŸten Drogenbosse des Landes. Derzeit sind dort zwei Gruppen des Sinaloa-Kartells miteinander verfeindet. Seit 2024 sind in Sinaloa Medienberichten zufolge mindestens neun Influencer getötet worden. 

Hunderte FlugblÀtter gegen Influencer aus Kleinflugzeug abgeworfen

In der Stadt CuliacĂĄn wurden im Januar 2025 Hunderte FlugblĂ€tter aus einem Kleinflugzeug abgeworfen, auf denen 25 Menschen vorgeworfen wurde, mit einer kriminellen Gruppe verwickelt zu sein. Darunter waren auch Influencer und SĂ€nger. Den von den Behörden unbestĂ€tigten VorwĂŒrfen zufolge sollen sie Teil eines GeldwĂ€schenetzwerks fĂŒr die Söhne des in den USA inhaftierten Drogenbosses JoaquĂ­n «El Chapo» GuzmĂĄn gewesen sein. Einige von ihnen wurden spĂ€ter getötet. Der Name von GastĂ©lum wurde laut Medien darin nicht erwĂ€hnt.

In einem weiteren Mordfall eines Influencers wurde im Mai 2025 die 23-jÀhrige Valeria Mårquez wÀhrend eines TikTok-Livestreams in ihrem Schönheitssalon im westlichen Bundesstaat Jalisco erschossen. Der Ex-Freund von Mårquez ist offiziellen Angaben zufolge Sohn des vor einigen Tagen verhafteten Drogenbosses Ramón Ángel Álvarez, alias R1. In diesem Fall gehen die Behörden von einem Feminizid aus.

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