Niederlande, Museumsdiebe

Niederlande: Museumsdiebe rauben rumÀnische MeisterschÀtze

25.01.2025 - 15:20:58

Eine Ausstellung mit Gold- und SilberschĂ€tzen ist in den Niederlanden Ziel von Einbrechern. Sie sprengen nachts die MuseumstĂŒren auf und entkommen mit wertvollen Exponaten aus RumĂ€nien.

Einbrecher haben in den Niederlanden nachts die TĂŒren des kulturhistorischen Museums in Assen aufgesprengt und mehrere archĂ€ologische Meisterwerke aus RumĂ€nien gestohlen. Darunter befanden sich der goldene Helm von Cotofenesti und weitere Exponate der Sonderausstellung «Dakien - das Reich aus Gold und Silber» aus dem Nationalmuseum fĂŒr die Landesgeschichte in Bukarest, wie die Polizei mitteilte. Von den TĂ€tern fehlt im Moment noch jede Spur, an der Fahndung ist die internationale Polizeiorganisation Interpol beteiligt.

AnlĂ€sslich der großen archĂ€ologischen Ausstellung ĂŒber das antike Reich von Dakien im heutigen RumĂ€nien befanden sich mehr als 50 Gold- und SilberschĂ€tze im Drents Museum. An diesem Wochenende wĂ€re die Ausstellung zum letzten Mal zu sehen gewesen, nach dem Raub aber wurde das Museum in der Provinzhauptstadt Assen im Norden der Niederlande geschlossen.

Kunstraub löst Schock aus

Museumsdirektor Harry Tupan sprach von einem schwarzen Tag fĂŒr die beiden Museen in den Niederlanden und in RumĂ€nien. «Wir sind zutiefst schockiert ĂŒber die Ereignisse der letzten Nacht im Museum. Es erfĂŒllt uns auch mit großer Trauer gegenĂŒber unseren Kollegen in RumĂ€nien.» Neben dem Helm von Cotofenesti, der aus der Zeit um 450 vor Christus stammt, wurden auch drei goldene Armreifen gestohlen. Zum Wert der Beute wurden keine Angaben gemacht.

RumĂ€niens Außenminister Emil Hurezeanu sprach am Samstagmorgen mit seinem niederlĂ€ndischen Amtskollegen Caspar Veldkamp, wobei er auf die besondere kulturhistorische und symbolische Bedeutung der geraubten Kunstwerke verwies und die Emotionen erwĂ€hnte, die ihr Verschwinden in RumĂ€nien hervorrufe, berichteten rumĂ€nische Medien.

Das Museum wurde bei der nĂ€chtlichen Explosion beschĂ€digt, aber niemand wurde verletzt. In einer nicht weit von Assen entfernten Ortschaft stieß die Polizei kurz nach dem Raub auf ein ausgebranntes Auto, was nach Vermutung der Polizei bei der Tat verwendet wurde.

@ dpa.de