Thailand, Gesellschaft

Totgeglaubte in Thailand lebend im Sarg entdeckt

25.11.2025 - 05:47:58

Eine ThailĂ€nderin wird offiziell fĂŒr tot erklĂ€rt und im Sarg zum Tempel gebracht. Sekunden vor der Feuerbestattung zeigt sie plötzlich Lebenszeichen.

  • Die Frau wurde ins Krankenhaus gebracht - offenbar litt sie unter einem niedrigen Blutzuckerspiegel. - Foto: Uncredited/Wat Rat Prakhong Tham/AP/dpa

    Uncredited/Wat Rat Prakhong Tham/AP/dpa

  • Im ĂŒberwiegend buddhistischen Thailand finden die EinĂ€scherungen meist in Tempeln statt. - Foto: Carola Frentzen/dpa

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Die Frau wurde ins Krankenhaus gebracht - offenbar litt sie unter einem niedrigen Blutzuckerspiegel. - Foto: Uncredited/Wat Rat Prakhong Tham/AP/dpaIm ĂŒberwiegend buddhistischen Thailand finden die EinĂ€scherungen meist in Tempeln statt. - Foto: Carola Frentzen/dpa

Eine fĂŒr tot erklĂ€rte 65-JĂ€hrige ist in Thailand lebend in ihrem Sarg entdeckt worden - nur wenige Augenblicke vor der geplanten EinĂ€scherung. Die Angehörigen der Frau hatten den Sarg zum Tempel Wat Rat Prakongtham in Nonthaburi nahe Bangkok gebracht, wo die Feuerbestattung stattfinden sollte, wie die Zeitung «Bangkok Post» unter Berufung auf Mitarbeiter berichtete. Der Tempel ĂŒbertrug den beinahe tragischen Vorfall per Livestream.

Als der Sarg fĂŒr die letzten Vorbereitungen vor der EinĂ€scherung noch einmal geöffnet wurde, bemerkten die Mitarbeiter Bewegungen der Frau – und stellten fest, dass sie noch lebte. Sie berichteten, wie erschrocken sie gewesen seien. Der Abt habe sofort angeordnet, die Frau ins Krankenhaus zu bringen, hieß es.

Alle Dokumente waren ausgestellt

Der jĂŒngere Bruder der vermeintlich Toten sagte Reportern, die Familie sei aus dem nördlichen Phitsanulok angereist, nachdem örtliche Behörden sie darĂŒber informiert hatten, dass die Frau in der vorangegangenen Nacht gestorben war. «Die Beamten sagten uns, sie sei gestorben. Alle Dokumente waren ausgestellt, also legten wir sie in einen Sarg und brachten sie zum Tempel zur EinĂ€scherung», erklĂ€rte er.

Ein Arzt bestĂ€tigte spĂ€ter, dass die Frau keinerlei Anzeichen eines Herzstillstands oder Atemversagens gezeigt habe. Stattdessen habe sie an einer schweren HypoglykĂ€mie – einem kritisch niedrigen Blutzuckerspiegel – gelitten. Sie erhielt umgehend medizinische Behandlung.

@ dpa.de