Venezuela, Erdbeben

Ein Monat nach Erdbeben: Rund 5.400 Tote in Venezuela

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 08:13 Uhr | dpa.de

Einen Monat ist es her, dass ein verheerendes Doppelbeben Venezuela erschĂŒttert. Tausende kommen ums Leben, Zehntausende sind von den Folgen betroffen. Nun steht der schwierige Wiederaufbau an.

  • Die Zahl der Todesopfer nach den Erdbeben in Venezuela steigt immer weiter. (Archivbild) - Bild: Ariana Cubillos/AP/dpa
    Die Zahl der Todesopfer nach den Erdbeben in Venezuela steigt immer weiter. (Archivbild) - Bild: Ariana Cubillos/AP/dpa
  • Die Beben verursachten SachschĂ€den in Höhe von fast 20 Milliarden US-Dollar. (Archivbild) - Bild: Ariana Cubillos/AP/dpa
    Die Beben verursachten SachschÀden in Höhe von fast 20 Milliarden US-Dollar. (Archivbild) - Bild: Ariana Cubillos/AP/dpa
  • Hunderte GebĂ€ude wurden zerstört. (Archivbild) - Bild: Ariana Cubillos/AP/dpa
    Hunderte GebÀude wurden zerstört. (Archivbild) - Bild: Ariana Cubillos/AP/dpa
Die Zahl der Todesopfer nach den Erdbeben in Venezuela steigt immer weiter. (Archivbild) - Bild: Ariana Cubillos/AP/dpa Die Beben verursachten SachschÀden in Höhe von fast 20 Milliarden US-Dollar. (Archivbild) - Bild: Ariana Cubillos/AP/dpa Hunderte GebÀude wurden zerstört. (Archivbild) - Bild: Ariana Cubillos/AP/dpa

Einen Monat nach den schweren Erdbeben in Venezuela rĂŒckt neben der Versorgung der Betroffenen zunehmend der Wiederaufbau zerstörter Infrastruktur in den Mittelpunkt. «Jetzt ist der Moment, in dem es von der akuten Nothilfe zur Übergangshilfe, also in Richtung Wiederaufbau, geht», sagte Katja Dombrowski von der Welthungerhilfe der Deutschen Presse-Agentur.

Die Zahl der bestÀtigten Todesopfer liegt nach Angaben des PrÀsidenten der venezolanischen Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, nun bei 5.398. Mehr als 16.740 Menschen wurden verletzt, wie Rodríguez mitteilte. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass 1,3 Millionen Menschen infolge der Erdbeben humanitÀre Hilfe benötigen.

Wasser und Wohnraum fehlen

Besonders dringend ist nach EinschĂ€tzung von Dombrowski die Wiederherstellung der Wasserversorgung. In den schwer betroffenen Gebieten sei die Wasserinfrastruktur teilweise zerstört. Die Menschen wĂŒrden deshalb unter anderem mit Flaschenwasser versorgt, was auf Dauer keine Lösung sei.

Daneben mĂŒssten WohnhĂ€user, Schulen, Gesundheitsversorgung und andere Infrastruktur wiederhergestellt werden. Viele Menschen hĂ€tten zudem ihre ArbeitsplĂ€tze verloren, etwa im vom Tourismus geprĂ€gten KĂŒstengebiet La Guaira.

FĂŒr den Wiederaufbau werde Venezuela auf internationale UnterstĂŒtzung angewiesen sein, sagte Dombrowski. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage des Landes und der weltweiten KĂŒrzungen bei der humanitĂ€ren Hilfe sei die Finanzierung eine zentrale Herausforderung.

Sorge um Schwangere und Hygiene

Auch andere Hilfsorganisationen berichten von anhaltend großen BedĂŒrfnissen. Save the Children zufolge benötigen besonders Schwangere und MĂŒtter medizinische Versorgung, nĂ€hrstoffreiche Lebensmittel und sichere UnterkĂŒnfte. Nach UN-SchĂ€tzungen sind rund 36.700 Schwangere von den Erdbeben betroffen, etwa 4.000 von ihnen sollen im kommenden Monat entbinden. Viele Familien leben in Zelten, die ihnen kaum Schutz vor Hitze und Regen bieten. Die Malteser warnten vor den Folgen schlechter hygienischer Bedingungen in den NotunterkĂŒnften.

SchÀden in Milliardenhöhe

Die beiden Erdbeben der StĂ€rke 7,2 und 7,5 erschĂŒtterten Venezuela am 24. Juni. Nach SchĂ€tzungen der Weltbank verursachten sie unmittelbare SachschĂ€den in Höhe von fast 20 Milliarden US-Dollar. Fast die HĂ€lfte der SchĂ€den entfiel demnach auf WohngebĂ€ude. Besonders betroffen waren der Bundesstaat La Guaira und der Distrito Capital mit der Hauptstadt Caracas.

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