Menschen, BeeintrÀchtigung

Junge Menschen mit BeeintrÀchtigung unzufriedener als andere

03.09.2024 - 00:01:35

Einer Studie zufolge sind junge Menschen mit BeeintrÀchtigung deutlich unzufriedener mit ihrem Leben als junge Menschen ohne. Das liegt an mangelnder Teilhabe. Doch es gibt noch mehr Probleme.

Junge Menschen mit BeeintrĂ€chtigung sind deutlich seltener zufrieden mit ihrem Leben als junge Menschen ohne BeeintrĂ€chtigung. Das liegt unter anderem daran, dass sie hĂ€ufiger diskriminiert werden und schlechtere Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe haben, wie aus der Studie «Inklusionsbarometer Jugend» der Sozialorganisation Aktion Mensch hervorgeht. DafĂŒr wurden Menschen zwischen 14 und 27 Jahren mit und ohne BeeintrĂ€chtigung befragt.

Demnach ist nur gut die HÀlfte (53 Prozent) der beeintrÀchtigten Menschen dieser Altersgruppe mit ihrem Leben insgesamt zufrieden - bei Menschen ohne BeeintrÀchtigung sind es mehr als drei Viertel (78 Prozent). WÀhrend 61 Prozent der Menschen ohne BeeintrÀchtigung schon Diskriminierungserfahrungen gemacht haben, sind es bei denen mit BeeintrÀchtigung 85 Prozent.

HĂ€ufiger einsam und weniger selbstbestimmt

Gravierend ist der Studie zufolge zudem der Unterschied bei der gesellschaftlichen Teilhabe: Junge Menschen mit BeeintrĂ€chtigung fĂŒhlen sich mit 26 Prozent doppelt so hĂ€ufig einsam wie andere (13 Prozent). Es fĂ€llt ihnen zudem dreimal so schwer neue Freunde zu finden. Sie fĂŒhlen sich außerdem weniger selbstbestimmt und weniger frei bei der Wahl der Schule, der Ausbildung oder des Studiums. Mit 41 Prozent haben sie des Weiteren deutlich hĂ€ufiger Zukunftssorgen als junge Menschen ohne BeeintrĂ€chtigung (16 Prozent).

«Die Zahlen verdeutlichen: Es ist noch ein weiter Weg, bis Vielfalt mehrheitlich als normal oder gar als Vorteil fĂŒr unsere Gesellschaft wahrgenommen wird. Deshalb ist Inklusion von Anfang an in allen Lebensbereichen so wichtig», betonte Christina Marx, Sprecherin von Aktion Mensch. «Wenn gleichberechtigtes Miteinander von Geburt an gelernt und gelebt wird, profitieren alle davon und die Diskriminierungsspirale beginnt erst gar nicht.»

FĂŒr die Vergleichsstudie wurden in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen Ipsos zwischen November 2023 und Februar 2024 bundesweit Menschen im Alter von 14 bis 27 Jahren befragt, 718 mit BeeintrĂ€chtigung und 724 ohne.

 

@ dpa.de