Studie: Jugendliche werden im Netz hÀufig sexuell belÀstigt
29.11.2023 - 15:04:49Jugendliche werden im Internet laut einer Jugendstudie hĂ€ufig mit Fake-News, sexueller BelĂ€stigung und Beleidigungen konfrontiert. «Jedes dritte MĂ€dchen und jeder vierte Junge wurde 2023 im Netz schon einmal sexuell belĂ€stigt», teilte der MedienpĂ€dagogische Forschungsverbund SĂŒdwest mit.
FĂŒr die reprĂ€sentative Studie «Jugend, Information, Medien» (JIM-2023) wurden 1200 Jugendliche in ganz Deutschland im Alter zwischen 12 und 19 Jahren befragt.
23 Prozent der zwischen 30. Mai und 9. Juli 2023 Befragten seien zudem im Monat vor der Erhebung ungewollt mit pornografischen Inhalten konfrontiert worden. Marc Jan Eumann, Direktor der Medienanstalt Rheinland-Pfalz und Vorsitzender der Kommission fĂŒr Jugendmedienschutz (KJM), betonte: «Pornos sind kein Kinderprogramm». Anbieter von Pornografie mĂŒssten verlĂ€ssliche Alterskontrollen durchfĂŒhren.
58 Prozent hatten Kontakt mit Fake-News
Einen Kontakt mit Fake-News bejahten demnach 58 Prozent der befragten Jugendlichen. Hierzu gehörten demnach extreme politische Ansichten, Verschwörungstheorien und Hass. «Die hohe Konfrontation mit Falschinformationen und Hassbotschaften bei Jugendlichen ist alarmierend», sagte hierzu Wolfgang KreiĂig, PrĂ€sident der Landesanstalt fĂŒr Kommunikation Baden-WĂŒrttemberg (LFK) und Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM).
Neben der Mediennutzung war auch das Interesse Jugendlicher an Politik und Gesellschaft Teil der JIM-2023. Zwei Drittel haben den Ergebnissen zufolge grundsĂ€tzlich Interesse am aktuellen Weltgeschehen, 63 Prozent am Thema Klimawandel und 54 Prozent am Krieg in der Ukraine. Ihre Infos bekommen Jugendliche ihren Antworten nach am hĂ€ufigsten auf altmodischem Weg: 63 Prozent nannten demnach GesprĂ€che in der Familie, jede und jeder Zweite verwies auf Freunde, Fernsehen oder Radio als Informationsquelle. Social Media Plattformen dienen demnach dagegen nur fĂŒr jeden Dritten Jugendlichen als Anlaufstelle fĂŒr derartige Infos.
Zum MedienpĂ€dagogischer Forschungsverbund SĂŒdwest gehören der Mitteilung zufolge die Landesanstalt fĂŒr Kommunikation Baden-WĂŒrttemberg (LFK) und der Medienanstalt Rheinland-Pfalz, in Zusammenarbeit mit dem SWR.


