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Gewalttat mit vier Toten sorgt fĂŒr Trauer und viele Fragen

30.09.2025 - 12:10:28

Er erschoss zwei Kinder und eine Frau. Dann beging der Mann Suizid. Die Tat in Oldenburg sorgt fĂŒr Trauer und BestĂŒrzung. Es gibt viele Fragen - doch einige werden wohl nie beantwortet.

  • Nach der Gewalttat mit vier Toten in Oldenburg hat die Polizei Spuren gesichert.  - Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

    Hauke-Christian Dittrich/dpa

  • Auch an einem Baum in der NĂ€he des Tatorts wurden Blumen abgelegt.  - Foto: Izabella Mittwollen/dpa

    Izabella Mittwollen/dpa

Nach der Gewalttat mit vier Toten in Oldenburg hat die Polizei Spuren gesichert.  - Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpaAuch an einem Baum in der NĂ€he des Tatorts wurden Blumen abgelegt.  - Foto: Izabella Mittwollen/dpa

Die Tötung einer Frau und zweier Kinder im Alter von acht und elf Jahren in einem Wohnhaus im niedersĂ€chsischen Oldenburg sorgt fĂŒr Trauer und BestĂŒrzung. Menschen legten vor dem GebĂ€ude Blumen ab und stellten Kerzen auf. «Wie kann man so etwas machen?», fragte eine Mutter, die mit ihrem Kind im Kinderwagen am Tatort vorbeiging. In dem Wohnviertel stehen viele Ein- und MehrfamilienhĂ€user.

Nach den bisherigen Erkenntnissen von Polizei und Staatsanwaltschaft betrat ein 59-jÀhriger Deutscher in der Nacht zu Montag das Haus und erschoss eine 35-jÀhrige Frau sowie zwei Kinder im Alter von acht und elf Jahren. Danach nahm er sich selbst das Leben. TÀter und Opfer standen in einer persönlichen Beziehung zueinander, wie die Behörden mitteilten. NÀhere Angaben dazu machten sie nicht. 

Die Polizei stellte am Tatort eine Pistole sicher. Sie komme als Tatwaffe in Betracht, sagte ein Polizeisprecher. Der 59-JÀhrige hatte demnach weder einen Waffenschein noch eine Waffenbesitzkarte. Die Polizei will die Herkunft der Pistole klÀren. 

Nach dem Fund der vier Leichen sperrten EinsatzkrĂ€fte den Bereich um das Wohnhaus ab und sicherten Spuren. Notfallseelsorger kĂŒmmerten sich um Betroffene, einige Anwohner versammelten sich vor den Absperrungen und beobachteten das Geschehen. Am Tag nach der Tat war die Spurensicherung abgeschlossen. Ob die Leichen obduziert werden, war zunĂ€chst unklar. Aus GrĂŒnden der PietĂ€t und zum Schutz der Hinterbliebenen geben Polizei und Staatsanwaltschaft keine weiteren AuskĂŒnfte zur Tat und den möglichen HintergrĂŒnden. 

HintergrĂŒnde bleiben juristisch ungeklĂ€rt

Da der mutmaßliche TĂ€ter tot ist, wird es kein Ermittlungsverfahren gegen den Mann geben. Die HintergrĂŒnde bleiben damit unklar. Relevant fĂŒr die Ermittlungen sei aber: «Wo kam die Waffe her?», erklĂ€rte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. 

Oldenburgs OberbĂŒrgermeister JĂŒrgen Krogmann zeigte sich von der Tat bestĂŒrzt. «Es ist ein sehr schrecklicher Tag hier fĂŒr Osternburg, den Stadtteil, aber auch fĂŒr die ganze Stadt Oldenburg», sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Der Rat der Stadt, der zufĂ€llig am Montagabend getagt habe, habe spontan eine Gedenkminute eingelegt. «Weil alle das BedĂŒrfnis hatten, kurz innezuhalten und nicht einfach zur Tagesordnung ĂŒberzugehen». Krogmann wĂŒnschte den Angehörigen viel Kraft. Das Entsetzen ĂŒber die Tat in der Stadt mit rund 175.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist groß.

@ dpa.de