Millionen, Menschen

83,6 Millionen Menschen lebten Ende 2024 in Deutschland

20.06.2025 - 08:59:45

Erneut starben mehr Menschen, als geboren wurden. Dennoch stieg die Bevölkerungszahl in Deutschland vergangenes Jahr leicht an - Grund war die Einwanderung aus dem Ausland.

Zum Jahresende 2024 haben in Deutschland knapp 83,6 Millionen Menschen gelebt. Die Bevölkerung wuchs vergangenes Jahr leicht um 121.000 Personen beziehungsweise 0,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Im Vorjahr hatte der Zuwachs noch 338.000 Menschen beziehungsweise 0,4 Prozent betragen.

Der Überschuss der SterbefĂ€lle ĂŒber die Geburten war nach vorlĂ€ufigen Ergebnissen mit plus 330.000 Ă€hnlich hoch wie im Vorjahr, wie das Bundesamt errechnete. Es sank aber der sogenannte Wanderungssaldo - also die Differenz zwischen Zu- und FortzĂŒgen: von plus 660.000 auf 420.000. Das Bevölkerungswachstum sei somit wie im Vorjahr darauf zurĂŒckzufĂŒhren, dass mehr Menschen einwanderten als fortzogen. 

Zuwachs nur im Westen

Die Bevölkerung nahm in den westlichen BundeslĂ€ndern um 0,2 Prozent zu, in den östlichen BundeslĂ€ndern (ohne Berlin) nahm sie um 0,3 Prozent ab. Den grĂ¶ĂŸten absoluten Zuwachs verzeichnete der Statistik zufolge Bayern mit plus 73.000 Menschen. Im VerhĂ€ltnis zur Bevölkerung erlebten den grĂ¶ĂŸten Zuwachs ebenfalls Bayern sowie die Stadtstaaten Berlin und Hamburg mit jeweils 0,6 Prozent. 

Am meisten Einwohner bĂŒĂŸten ThĂŒringen (minus 15.000 oder minus 0,7 Prozent), Sachsen (minus 12.000 oder minus 0,3 Prozent) und Sachsen-Anhalt (minus 9.000 oder minus 0,4 Prozent) ein.

Mehr Àltere Menschen

Je nach Altersgruppe sieht die Entwicklung anders aus: Es gab mehr 60- bis 79-JÀhrige (plus 2,2 Prozent) und weniger 40- bis 59-JÀhrige (minus 1,4 Prozent). Hauptgrund sei, dass der geburtenstarke Jahrgang 1964 in die Altersgruppe der 60- bis 79-JÀhrigen hineingewechselt sei, erklÀrte das Bundesamt. 

Auch die Zahl der Menschen im Alter von 80 und Àlter mit stieg (plus 0,2 Prozent). Damit seien 30,5 Prozent der Menschen in Deutschland zum Stichtag 60 Jahre oder Àlter gewesen. 

Höherer AuslÀnderanteil

Die auslÀndische Bevölkerung wuchs den Angaben zufolge vergangenes Jahr um 2,3 Prozent auf 12,4 Millionen, die deutsche Bevölkerung nahm um 0,2 Prozent auf 71,2 Millionen ab. Der AuslÀnderanteil erhöhte sich demnach insgesamt von 14,5 auf 14,8 Prozent. Den höchsten Anteil stellte die Altersgruppe 20- bis 59-Jahre mit 19,7 Prozent, den niedrigsten die ab 60-JÀhrigen mit 6,3 Prozent. 

Die grĂ¶ĂŸte Gruppe bildeten wie in den vergangenen Jahren TĂŒrkinnen und TĂŒrken (1,403 Millionen), wie das Bundesamt berichtet. Es folgten Staatsangehörigen aus der Ukraine (1,085 Millionen), Syrien (889.000), RumĂ€nien (771.000) und Polen (723.000).

@ dpa.de