Erdbeben, StÀrke

Erdbeben der StÀrke 4,4 bei Neapel - Sorge unter Anwohnern

21.05.2024 - 08:46:14

Erneut wird die Gegend in der NĂ€he von Neapel von mehreren Erdbeben erschĂŒttert. Menschen laufen aus Sorge auf die Straßen - und weigern sich, in ihre HĂ€user zurĂŒckzukehren.

Das Gebiet rund um die sĂŒditalienische Großstadt Neapel ist am Montagabend von einem Erdbeben erschĂŒttert worden. Das Nationale Institut fĂŒr Geophysik und Vulkanologie (INGV) gab die StĂ€rke mit 4,4 an und verortete das Epizentrum in den PhlegrĂ€ischen Feldern. Das Erdbeben wurde gegen 20.10 Uhr registriert. Medienberichten zufolge war der Erdstoß nicht nur in den Ortschaften in der NĂ€he der PhlegrĂ€ischen Felder deutlich zu spĂŒren, sondern auch in Neapel, einschließlich des Hafengebiets.

Berichte ĂŒber Verletzte oder grĂ¶ĂŸere SchĂ€den gab es zunĂ€chst nicht. Der Feuerwehr sind von Bewohnern des Gebiets nach eigenen Angaben Risse in HĂ€usern und herabfallende Fassadenteile gemeldet worden. EinsatzkrĂ€fte sind vor Ort, um die Lage zu ĂŒberprĂŒfen.

Viele Menschen seien verĂ€ngstigt gewesen und aus Sorge auf die Straßen gelaufen, berichteten Medien. Vor allem in der NĂ€he des Epizentrums seien einige HĂ€user regelrecht durchgeschĂŒttelt worden, berichteten Anwohner der Zeitung «Corriere del Mezzogiorno». Dem zwar kurzen, aber heftigen Erdstoß gingen schwĂ€chere ErdstĂ¶ĂŸe voraus.

Viele kleine Beben in PhlegrÀischen Feldern

Auch in den Stunden danach registrierte das INGV mehrere weitere schwĂ€chere ErdstĂ¶ĂŸe. Gegen 21.45 Uhr meldeten die Experten einen Erdstoß mit der StĂ€rke 3,9. In den Ortschaften rund um die PhlegrĂ€ischen Felder harrten die Anwohner noch am spĂ€ten Abend auf den Straßen aus und weigerten sich, in ihre HĂ€user zurĂŒckzukehren. In Pozzuoli wurden nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa in vier Stadtbereichen Zelte fĂŒr die Nacht aufgebaut.

Die PhlegrĂ€ischen Felder, ein Gebiet mit hoher vulkanischer AktivitĂ€t in der Region Kampanien im SĂŒden Italiens, werden seit geraumer Zeit von vielen kleinen Erdbeben heimgesucht. Meistens sind es kleine und kaum spĂŒrbare ErschĂŒtterungen, die die Erdkruste in dem Areal schwĂ€chen. Seit elf Jahren gilt fĂŒr das Gebiet die Alarmstufe Gelb, die zur Vorsicht aufruft. In den vergangenen Monaten kam es jedoch auch zu stĂ€rkeren ErdstĂ¶ĂŸen. Zuletzt gab es vergangenen September ein stĂ€rkeres Erdbeben der StĂ€rke 4,2.

@ dpa.de