Flugverkehr Italien, Flugsicherung Enav

Flugverkehr Italien: Enav begrenzt wegen Datennetzproblemen Flüge

Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 13:18 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Eine Störung im Datennetz der italienischen Flugsicherung hat auch Verbindungen zwischen Italien und Deutschland getroffen. Die Behörde begrenzte deshalb die Zahl der abgefertigten Flugzeuge und schloss einen Hacker-Angriff sowie Sabotage aus.

Italienische Flugsicherung begrenzt Verkehr

  • Die ersten Probleme im Datennetz wurden in der Nacht bemerkt.
  • Seit 6.00 Uhr gelten Maßnahmen zur Verkehrsteuerung im italienischen Luftraum.
  • Auf Flughäfen wie Rom, Mailand und Bergamo fielen mehrere Dutzend Verbindungen aus oder verspäteten sich erheblich.
Der Flugverkehr über Italien ist beeinträchtigt. (Archivbild) - Bild: Luca Bruno/AP/dpa

Datennetz legt Flugverkehr in Italien teilweise lahm

Wegen Problemen im Datennetz der italienischen Flugsicherung ist der Flugverkehr in Italien stundenlang beeinträchtigt worden. Betroffen waren auch Verbindungen zwischen Italien und Deutschland.

Mehrere Flughäfen betroffen

Auf Flughäfen wie Rom, Mailand und Bergamo fielen mehrere Dutzend Verbindungen aus oder waren erheblich verspätet. Die Verzögerungen betrugen zum Teil mehrere Stunden.

Die ersten Probleme wurden nach Angaben der nationalen Flugsicherungsbehörde Enav in der Nacht bemerkt. Seit 6.00 Uhr galten deshalb Maßnahmen zur Verkehrsteuerung, durch die im italienischen Luftraum weniger Flugzeuge abgefertigt wurden.

Einschränkungen auch für Überflüge

Betroffen waren sowohl Maschinen, die in Italien starten oder landen wollten, als auch Flugzeuge, die das Land überflogen. Insgesamt sei etwa die Hälfte der Verbindungen betroffen gewesen.

Ursache zunächst unklar

Die Hintergründe der Störungen waren zunächst unklar. Enav schloss jedoch einen Hacker-Angriff oder Sabotage aus und erklärte, es sei ausgeschlossen, dass die Störungen auf böswillige Handlungen zurückzuführen seien.

Die Behörde ist für die Überwachung, Kontrolle und Sicherung des Betriebs im italienischen Luftraum zuständig. Pro Jahr wickelt Enav etwa zwei Millionen Flüge ab.

Die Störung zeigt, wie stark der Luftverkehr von digitalen Kommunikations- und Datensystemen der Flugsicherung abhängt. Fällt ein solches Netz aus oder arbeitet es nur eingeschränkt, kann die Flugsicherung den Verkehr nicht im üblichen Umfang abwickeln. Die Folge sind zeitweise Kapazitätsbeschränkungen, die sich über Start- und Zielflughäfen hinaus auf Überflugstrecken auswirken.

Für Reisende zwischen Deutschland und Italien bedeutet das, dass sich Verspätungen auch dann ergeben können, wenn der eigene Abflugort nicht direkt betroffen ist. Flugzeuge, die Italien lediglich überqueren, müssen ebenfalls mit Einschränkungen rechnen. Besonders relevant sind dabei große Drehkreuze wie Rom und Mailand, weil sich Verzögerungen dort auf Anschlussverbindungen und Umläufe von Flugzeugen und Crews übertragen können.

Digitale Infrastruktur als Engpass

Die von Enav angeordneten Maßnahmen zur Verkehrsteuerung dienen dazu, den Luftverkehr bei eingeschränkter technischer Unterstützung sicher zu begrenzen. Dass die Behörde einen Hacker-Angriff oder Sabotage ausschließt, grenzt die mögliche Ursache ein, erklärt aber nicht, wodurch die Datennetzprobleme ausgelöst wurden. Für die weitere Entwicklung ist deshalb entscheidend, wie schnell die reguläre technische Kapazität wiederhergestellt wird.

Die Größenordnung des Ausfalls ist erheblich: Nach Angaben der Behörde war etwa die Hälfte der Verbindungen betroffen. Da Enav pro Jahr rund zwei Millionen Flüge abwickelt, verdeutlicht die Störung die Bedeutung der italienischen Flugsicherung für den nationalen und internationalen Luftverkehr.

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