Frankreich: Schluss mit Kippen in Park, Strand und Co
29.06.2025 - 03:17:38 | dpa.de
An der Bushaltestelle oder am Badestrand ist in Frankreich jetzt Schluss mit Rauchen. Auch in öffentlichen Parks, sowie rund um Schulen und in den offenen Bereichen von Sportanlagen und Bibliotheken ist Rauchen ab heute per Verordnung verboten. Wer dennoch zur Kippe greift, dem könnte das teuer zu stehen kommen. Frankreichs Gesundheitsministerin Catherine Vautrin hatte vor einigen Wochen ein BuĂgeld von 135 Euro angemahnt. In der Verordnung ist dies bisher nicht konkret festgehalten.
Mit dem Schritt will Frankreich vor allem Kinder besser vor passivem Tabakkonsum schĂŒtzen. In welchem Umkreis genau um Schulen nicht geraucht werden darf, steht noch nicht fest. FĂŒr E-Zigaretten gilt das Verbot derzeit nicht, wie Vautrin vor Kurzem ankĂŒndigte. Auch an den beliebten AuĂenbereichen von Restaurants und CafĂ©s darf weiterhin gequarzt werden.
Tausende Tabaktote, weniger Raucher
Schon zuvor gab es in Frankreich an einigen Orten ein Rauchverbot. Der Griff zur Zigarette war bereits auf dem SchulgelĂ€nde, in Transportmitteln, in geschlossenen RĂ€umen mit Publikumsverkehr oder BĂŒros sowie auf öffentlichen SpielplĂ€tzen untersagt.
Ministerin Vautrin zufolge tötet Rauchen jĂ€hrlich 75.000 Menschen in Frankreich. «Es ist die hĂ€ufigste vermeidbare Todesursache.» Frankreich, das einst als Raucherland galt, hat laut der Französischen Beobachtungsstelle fĂŒr Drogen und Suchttendenzen OFDT mittlerweile ein historisch niedriges Niveau an Rauchern. 2023 gab weniger als jeder Vierte zwischen 18 und 75 Jahren an, tĂ€glich zu rauchen. 2000 waren es noch 30 Prozent. Auch der Verkauf von Tabak ging zuletzt zurĂŒck.
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