Bergung der Goldsucher aus Höhle in Laos soll bald beginnen
Veröffentlicht am: 28.05.2026 um 05:15 Uhr | dpa.deNach der Entdeckung von fĂŒnf eingeschlossenen Goldsuchern in einer ĂŒberfluteten Höhle in Laos arbeiten Rettungsteams fieberhaft daran, die MĂ€nner aus dem Berg zu holen und zwei weitere Vermisste zu finden. Wie die laotische Rettungsorganisation Rescue Volunteer for People mitteilte, wurden die in der Höhle angetroffenen MĂ€nner inzwischen mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgt. Die Bergung könnte noch im Laufe des Tages beginnen.
Die fĂŒnf Goldsucher waren am Dienstag nach mehr als einer Woche lebend in der Höhle entdeckt worden. Nach Angaben der EinsatzkrĂ€fte sind sie erschöpft und hungrig, ihr Zustand ist aber stabil. Die Retter pumpten weiter Wasser ab, um den Weg nach drauĂen passierbar zu machen. Auch werde geprĂŒft, ob erneut Wasser eindringen könnte, hieĂ es.Â
Gleichzeitig berichteten örtliche Medien am Morgen (Ortszeit), die beiden anderen MĂ€nner seien mittlerweile ebenfalls lebend gefunden worden. Eine BestĂ€tigung dafĂŒr gab es zunĂ€chst nicht.
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Schwierige Bergung
Die Bergung könnte sich als extrem schwierig erweisen, schrieb der finnische Höhlentaucher Mikko Paasi in sozialen Netzwerken. Der Experte hatte bereits 2018 die dramatische Rettungsaktion fĂŒr ein eingeschlossenes Jugend-FuĂballteam in der Tham-Luang-Höhle in Thailand unterstĂŒtzt und ist auch dieses Mal in vorderster Front dabei. Auf einem von ihm geposteten Video ist zu sehen, wie er sich in Laos durch extrem enge HöhlengĂ€nge mit braunem Wasser kĂ€mpft - und schlieĂlich die fĂŒnf Eingeschlossenen findet.
Die MĂ€nner sind seit dem 19. Mai in der Höhle im Bezirk Longchaeng in der nördlichen Provinz Xaisomboun. Insgesamt zehn Dorfbewohner hatten dort nach Gold gesucht, als heftige RegenfĂ€lle die Höhle plötzlich fluteten und ein Erdrutsch den Ausgang blockierte. Drei von ihnen konnten sich retten und Alarm schlagen. Sieben sitzen seither fest. Lange war offen, ob sie ĂŒberhaupt noch leben.Â
Medienberichten zufolge sollen die MĂ€nner ausreichend VorrĂ€te mit sich gefĂŒhrt haben, um mehrere Tage in der Höhle ĂŒberleben zu können. Auf Videos, die Retter in der Höhle filmten, schienen mindestens zwei von ihnen funktionierende Stirnlampen zu tragen.
Ărzteteams stehen bereit
Die Retter konnten sich in den vergangenen Tagen oft nur kriechend in extrem engen GÀngen vorarbeiten und mussten durch schmale Unterwasserpassagen tauchen. Wie die Goldsucher genau aus der Höhle gebracht werden sollen, wurde zunÀchst nicht bekannt.
Der laotischen Rettungsorganisation zufolge stehen Ărzteteams bereit, um die MĂ€nner unmittelbar nach ihrer Bergung zu versorgen. FĂŒr den Transport aus dem schwer zugĂ€nglichen Gebiet, das von Bergen und Dschungeln durchzogen ist, sollen weitere Helfer organisiert werden.Â
Internationale Spezialisten unterstĂŒtzen die Mission
Die Rettungsmission erinnert viele an das weltbekannte Höhlendrama von Tham Luang in Nordthailand im Jahr 2018. Damals waren zwölf junge FuĂballer und ihr Trainer nach Starkregen mehr als zwei Wochen lang in einer ĂŒberfluteten Höhle eingeschlossen. Erst eine internationale Rettungsaktion mit Spezialtauchern konnte sie befreien. Auch diesmal unterstĂŒtzen erfahrene Höhlentaucher die Mission. Die Behörden in Laos hatten Thailand wegen dessen Erfahrung mit komplexen Höhlenrettungen um Hilfe gebeten.
