Hipp, Erpressung

Vergiftete Babynahrung: U-Haft fĂŒr VerdĂ€chtigen verlĂ€ngert

19.05.2026 - 16:11:42 | dpa.de

FĂŒnf Hipp-GlĂ€schen mit Rattengift in drei LĂ€ndern: Warum der VerdĂ€chtige nicht freikommt, und welcher zusĂ€tzliche Vorwurf im Raum steht.

In Österreich, Tschechien und der Slowakei wurden Gift-GlĂ€schen gefunden. (Symbolbild) - Foto: Tobias Steinmaurer/APA/dpa
In Österreich, Tschechien und der Slowakei wurden Gift-GlĂ€schen gefunden. (Symbolbild) - Foto: Tobias Steinmaurer/APA/dpa

Der VerdĂ€chtige im Erpressungsfall um vergiftete Hipp-Babynahrung muss noch lĂ€nger in Österreich in Untersuchungshaft bleiben. Wie das Landesgericht Eisenstadt mitteilte, besteht Flucht-, Verdunkelungs- und Tatbegehungsgefahr.

Der 39-JĂ€hrige war Anfang Mai festgenommen und danach in Untersuchungshaft genommen worden. Der Ex-Mitarbeiter des Babykost-Herstellers Hipp wird verdĂ€chtigt, GlĂ€schen mit Gift versetzt und in SupermĂ€rkten platziert zu haben, um damit seinen ehemaligen Arbeitgeber aus dem bayerischen Pfaffenhofen zu erpressen. Der Anwalt des VerdĂ€chtigen hatte dies bislang zurĂŒckgewiesen. Der 39-JĂ€hrige habe Berufung gegen die HaftverlĂ€ngerung angekĂŒndigt, hieß es von dem Gericht.

Auch Ermittlungen wegen mutmaßlicher UrkundenfĂ€lschung

Mittlerweile wird jedoch nicht nur wegen des Verdachts der versuchten Erpressung und der versuchten schweren Körperverletzung gegen den Mann ermittelt, sondern auch wegen des Vorwurfs, dass er gefĂ€lschte Unterlagen fĂŒr einen Kredit vorgelegt habe, wie die Justizbehörden mitteilten.

Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt der Deutschen Presse-Agentur. Unter anderem solle nun untersucht werden, ob das Gift in den GlĂ€schen mit dem Rattengift ĂŒbereinstimmt, das bei einer Hausdurchsuchung bei dem VerdĂ€chtigen gefunden worden war, sagte sie.

In der NĂ€he von Eisenstadt im Osten Österreichs war eines von bislang fĂŒnf Hipp-GlĂ€schen mit Rattengift gefunden worden. Die anderen waren in der Slowakei und in Tschechien aufgetaucht. Das deutsche Sortiment war nach Angaben von Hipp nicht betroffen.

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