GefĂ€hrliche SchĂŒsse nach Prozess um Profiboxer
26.02.2025 - 16:02:07Im MĂ€rz 2024 wird mitten in der Bielefelder FuĂgĂ€ngerzone ein ehemaliger Profiboxer erschossen, ein knappes Jahr spĂ€ter fallen wieder SchĂŒsse. Es gibt mindestens zwei Verletzte, auch von einem lebensgefĂ€hrlich Verletzten ist die Rede. Wieder mitten in der Innenstadt, auf der BundesstraĂe 66, wenige Schritte vom Landgericht entfernt.Â
Und wieder scheint es einen Zusammenhang mit dem Mord an dem Ex-Boxer Besar Nimani zu geben: In dem GerichtsgebĂ€ude lĂ€uft - unter strengen Sicherheitsvorkehrungen - seit Ende Januar der Prozess gegen einen der MĂ€nner, die fĂŒr den Tod Nimanis verantwortlich sein sollen.Â
Auch am Mittwoch war dort wieder verhandelt worden. Kurz nachdem der Prozess am Mittag unterbrochen wurde, sollen nach Angaben des Gerichts die SchĂŒsse gefallen sein. Aus Polizeikreisen ist zu erfahren, dass es sich um einen gezielten Angriff auf Personen gehandelt habe, die Bezug zu dem Prozess haben. Eine Person sei durch die SchĂŒsse lebensgefĂ€hrlich verletzt worden, heiĂt es. SpĂ€ter wird die Polizei von mindestens zwei Verletzten sprechen.Â
Was ist weiter bekannt?
Ein TatverdĂ€chtiger wird nach Informationen aus Polizeikreisen kurz nach den SchĂŒssen festgenommen. Wie viele beteiligte TĂ€ter es gebe, sei aber unklar, teilen die Ermittler mit.Â
Die Polizei sperrt den Bereich schnell weitrĂ€umig ab, mehrere Rettungswagen stehen noch am Nachmittag an der Kreuzung vor dem GerichtsgebĂ€ude. Ein Hubschrauber ist im Einsatz. «Meiden sie den Bereich», teilt die Polizei auf der Plattform X mit.Â
Was genau passiert ist und mit welchen Folgen, dazu macht die Polizei zunĂ€chst keine genauen Angaben. «Die Ermittlungen zur Erhellung des Sachverhalts laufen auf Hochtouren», heiĂt es in einer ersten Mitteilung. Auch einen Zusammenhang mit dem am Gericht stattgefundenen Prozess schlieĂen die Ermittler nicht aus.Â
Um was geht es bei dem Prozess?
Ende Januar hatte vor dem Landgericht ein Prozess um den Tod Nimanis begonnen. Die Verhandlungstage finden unter groĂen Sicherheitsauflagen statt. Beamte einer Einsatzhundertschaft der Polizei sichern jeweils das GebĂ€ude und den Verhandlungssaal. Alle Besucher, NebenklĂ€ger und Medienvertreter mussten sich vor Eintritt in den Gerichtssaal durchsuchen lassen.
Laut Anklage der Staatsanwaltschaft Bielefeld sollen zwei MĂ€nner dem Opfer am 9. MĂ€rz 2024 aufgelauert und nach einem gemeinsamen Tatplan vor einem GeschĂ€ft in der Bielefelder FuĂgĂ€ngerzone 16 SchĂŒsse abgegeben haben.Â
Der 38-JĂ€hrige hatte zuvor in der NĂ€he sein Auto geparkt und war zu FuĂ in Richtung des spĂ€teren Tatorts gegangen. Er verblutete noch am Tatort. Das Motiv ist bis heute unklar. Der jetzt wegen heimtĂŒckischen Mordes 34-jĂ€hrige Angeklagte hat sich bislang nicht zu dem Tatvorwurf geĂ€uĂert. Ein weiterer TatverdĂ€chtiger ist weiterhin auf der Flucht.





