Kokain im Supermarkt - Elf MĂ€rkte betroffen
25.04.2024 - 17:23:00In verschiedenen SupermĂ€rkten in Berlin und Brandenburg hat die Polizei am Donnerstagmorgen mehrere Pakete mit Kokain entdeckt. Insgesamt waren vier MĂ€rkte in unterschiedlichen Landkreisen Brandenburgs und sieben MĂ€rkte in Berlin betroffen, wie eine Sprecherin der Polizei in Potsdam mitteilte. Ein Schnelltest bestĂ€tigte am Nachmittag den Kokain-Verdacht. Genauere Angaben zum Standort der SupermĂ€rkte machte die Polizei zunĂ€chst nicht. Auch die Menge des BetĂ€ubungsmittels lieĂen die Beamten offen. An der Aktion ist sowohl die Berliner als auch die Brandenburger Polizei sowie der Zoll beteiligt.
Die Beamten wurden nach eigenen Angaben am Morgen von Mitarbeitern der Filialen benachrichtigt. Demnach befanden sich die Pakete in Bananenkisten unter den FrĂŒchten. Nach Medienberichten waren vor allem Lidl-MĂ€rkte betroffen. Lidl in Deutschland stehe «bezĂŒglich des Vorfalls im Austausch mit den zustĂ€ndigen Behörden», erklĂ€rte eine Lidl-Sprecherin auf Anfrage. Mit Blick auf das laufende Verfahren wolle man keine weiteren Angaben machen.
Kein Einzelfall
Die Gewerkschaft der Polizei zeigte sich derweil wenig erstaunt ĂŒber den Fund. Es ĂŒberrasche nicht, «dass ab und zu mal eine Lieferung abhandenkommt und im Supermarkt landet, zumal Obstkisten ohnehin ganz gern genutzt werden», sagte der Berliner Landeschef der Gewerkschaft der Polizei, Stephan Weh, der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. «Wir erleben seit Jahren eine absolute Kokainschwemme.»Â
 «Der Preis auf der StraĂe ist stabil, der Reinheitsgehalt steigt immer weiter», fĂŒhrte GdP-Landeschef Weh aus. Die jeweiligen Netzwerke aus Schmugglern und Dealern kalkulierten Verluste mit ein. «Sie sind verschmerzbar, wenn man den Gesamtgewinn sieht», betonte Weh.
Funde wie dieser sind keine EinzelfĂ€lle: Im September vergangenen Jahres fand die Polizei in GroĂ Kreutz westlich von Potsdam rund 500 Kilogramm Kokain. Ein GroĂhĂ€ndler fĂŒr Obst und GemĂŒse informierte die Polizei, «nachdem bei der Anlieferung von Bananenkisten verdĂ€chtig aussehende PĂ€ckchen in der Ladung festgestellt wurden», wie eine Sprecherin der Polizei erklĂ€rte. Die Bananen dienten laut Polizei als Tarnung der Kokain-Lieferung.


