Berlin, Brandenburg

Bahn: MillionenschÀden durch Graffiti und Vandalismus

19.06.2023 - 05:36:35

Graffiti kann Kunst sein. Oft sind es jedoch nur Schmierereien. So oder so: Rechtlich gesehen ist Sprayen in der Regel strafbar - und teuer.

Graffiti-Schmierereien machen den grĂ¶ĂŸten Anteil von Vandalismus bei der Deutschen Bahn (DB) aus. In knapp 24.000 von insgesamt rund 35.000 FĂ€llen seien im vergangenen Jahr SchĂ€den durch Graffiti festgestellt worden, teilte eine Bahn-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mit.

Ein Sechstel davon entfalle allein auf Regional- und S-BahnzĂŒge in Berlin und Brandenburg. Den bundesweiten Schaden durch Graffiti bezifferte die Bahn fĂŒr das Jahr 2022 mit 12,1 Millionen Euro. Das sei ein leichter RĂŒckgang im Vergleich zum Jahr davor (2021: 12,2 Millionen Euro). Der Konzern fĂŒhrt dies auch auf bessere Schutzmaßnahmen zurĂŒck - und Kontrollen.

«Zeigen konsequent jeden Fall von Vandalismus an»

«Unsere spezialisierten Einsatzteams arbeiten in der Vandalismus- und GraffitibekÀmpfung eng mit der Bundespolizei zusammen», erklÀrte DB-Sicherheitschef Hans-Hilmar Rischke. Von Januar bis Mai dieses Jahres seien bereits knapp 1200 VerdÀchtige gestellt worden - darunter mehr als 300 Sprayer auf frischer Tat. JÀhrlich erwischen die SicherheitskrÀfte nach Angaben der Bahn mehr als 3200 VerdÀchtige. Ein Viertel davon seien Sprayer.

Diese wĂŒrden jeweils an die Bundespolizei vor Ort ĂŒbergeben. «Wir zeigen konsequent jeden Fall von Vandalismus an und sichern uns zivilrechtliche AnsprĂŒche gegen die Schuldigen», sagte Sicherheitschef Rischke. Die SchĂ€den durch solche VorfĂ€lle bezifferte die Bahn insgesamt mit fast 40 Millionen Euro.

Videotechnik soll bei Identifizierung helfen

Die Bahn versucht SchÀden durch Vandalismus zu reduzieren, indem sie beispielsweise Fahrzeuge mit einem Schutzlack versieht und an Bahnhöfen Folien oder Beschichtungen anbringt. Zudem werde verstÀrkt Videotechnik eingesetzt, um der Bundespolizei die Identifizierung von VerdÀchtigen zu erleichtern.

Darauf setzen - neben personellen Kontrollen - auch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Im vergangenen Jahr habe das Unternehmen 1,2 Millionen Euro ausgegeben, um Graffiti-SchÀden zu beseitigen, erlÀuterte ein Sprecher. 2020 seien es 1,4 Millionen Euro gewesen.

Laut Bundespolizei wurden 2022 bundesweit 18.435 FĂ€lle von Graffiti-Schmierereien festgestellt. Das waren etwas mehr als im Vorjahr (17.657), aber etwas weniger als im Jahr 2020 (18.853). In diesem Jahr seien in der Zeit von Januar bis April 7138 FĂ€lle registriert worden.

@ dpa.de

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