Großer Nabois: Deutsche Bergsteigerin stürzt 50 Meter ab
Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 10:30 Uhr | dpa, AD HOC NEWSUnfall am Großen Nabois
- Die 32-jährige Deutsche stürzte am Sonntag gegen 14.30 Uhr in der Nordwand des Großen Nabois.
- Der 2.323 Meter hohe Berg liegt in den Julischen Alpen der italienischen Region Friaul-Julisch Venetien.
- Die Bergsteigerin war mit einem gleichaltrigen Kletterer aus Österreich unterwegs.
- Nach dem Absturz flog ein Hubschrauber die Leiche ins Tal, während die Behörden Ermittlungen einleiteten.
Deutsche Bergsteigerin stirbt am Großen Nabois
Beim Klettern in den italienischen Alpen ist eine 32 Jahre alte deutsche Bergsteigerin ums Leben gekommen. Sie stürzte am Sonntag in der Nordwand des 2.323 Meter hohen Großen Nabois mehr als 50 Meter in die Tiefe.
Sturz auf schwierigem Rundweg
Das Unglück ereignete sich gegen 14.30 Uhr auf dem Rundweg Cengia dei Camosci nahe der Grenze zu Slowenien. Die Route gilt auch unter erfahrenen Alpinisten als schwierig.
Nach Angaben der Bergwacht wird vermutet, dass ein Klettergriff aus bislang ungeklärter Ursache plötzlich nachgab. Dadurch verlor die Bergsteigerin den Halt und stürzte in die Tiefe.
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Begleiter aus Österreich
Die Frau war mit einem gleichaltrigen Kletterer aus Österreich unterwegs. Sie galt als erfahrene Bergsteigerin. Zu ihrer Herkunft machten die Behörden keine näheren Angaben.
Bergung und Ermittlungen
Ein Hubschrauber flog die Leiche ins Tal. Die Behörden leiteten wie in solchen Fällen üblich Ermittlungen ein.
Der Grande Nabois gehört zu den Julischen Alpen in der italienischen Region Friaul-Julisch Venetien. Bis zur Grenze zu Slowenien sind es nach Angaben aus der Meldung rund zehn Kilometer Luftlinie.
Der tödliche Unfall ereignete sich in den Julischen Alpen, einem grenznahen Gebirgsraum im Nordosten Italiens. Der Große Nabois liegt in Friaul-Julisch Venetien und befindet sich nur wenige Kilometer von Slowenien entfernt. Die Region wird von Wanderern und Alpinisten genutzt, umfasst aber auch anspruchsvolle Steige und Kletterpassagen.
Der Rundweg Cengia dei Camosci gilt als schwierige Route und richtet sich damit vor allem an Personen mit alpiner Erfahrung. Auch bei sorgfältiger Vorbereitung bleiben in steilem Fels Risiken durch lose Griffe, wechselnde Bedingungen und einen möglichen Haltverlust. Der konkrete Unfallhergang ist Gegenstand der eingeleiteten Ermittlungen.
Alpine Risiken und Rettungseinsätze
Bei einem Absturz aus großer Höhe können Rettungskräfte häufig nur noch die Bergung übernehmen. Hubschrauber ermöglichen den schnellen Zugang zu abgelegenen Wänden und den anschließenden Transport ins Tal. Für Angehörige und Begleiter folgt nach einem solchen Unglück meist zusätzlich die behördliche Klärung der Identität und des Ablaufs.
Für Bergsteiger zeigt der Fall die besondere Bedeutung von Routenwahl, Erfahrung und Ausrüstung in ausgesetztem Gelände. Selbst vermeintlich kurze oder bekannte Passagen können bei einem einzelnen Material- oder Griffversagen lebensgefährlich werden. Die Ermittlungen sollen klären, ob sich tatsächlich ein Klettergriff löste und welche Umstände zum Sturz beitrugen.
