US-Behörden, Geflohene

US-Behörden suchen Geflohene nach GefÀngnisausbruch

17.05.2025 - 09:36:06

Großfahndung in den USA: Ein GefĂ€ngnisausbruch versetzt New Orleans in Alarmbereitschaft. Mehrere Geflohene sind weiterhin auf freiem Fuß. Wie konnten sie entkommen?

Nach dem Ausbruch aus einem GefĂ€ngnis in der US-Großstadt New Orleans sind sieben MĂ€nner weiter auf der Flucht. Drei wurden Medienberichten zufolge inzwischen gefasst. Man gehe davon aus, dass sie bewaffnet und gefĂ€hrlich seien, teilten die Behörden mit. 

Die Geflohenen waren laut Behörden unter anderem wegen schwerer Gewalttaten angeklagt und wurden teils auch schon verurteilt. Nach Angaben der Verantwortlichen lĂ€uft eine großangelegte Suchaktion unter Beteiligung lokaler, bundesstaatlicher und bundesweiter Strafverfolgungsbehörden. 

Bevölkerung soll sich den Ausbrechern nicht nÀhern

Die Haftanstalt im US-SĂŒdstaat Louisiana wurde vollstĂ€ndig abgeriegelt. Die Bevölkerung ist aufgerufen, wachsam zu bleiben und sich verdĂ€chtigen Personen nicht zu nĂ€hern. Einige Menschen, die möglicherweise gefĂ€hrdet sein könnten, seien umgehend gewarnt und in Sicherheit gebracht worden, hieß es.

«WĂ€hrend einer routinemĂ€ĂŸigen ZĂ€hlung am Morgen wurde festgestellt, dass mehrere Insassen fehlten», teilte eine Behördenvertreterin mit. SpĂ€ter schilderten Behörden, wie es zu dem Ausbruch kommen konnte und veröffentlichten entsprechendes Bild- und Videomaterial.

Flucht fĂŒhrte durch Loch in der Wand

Demnach nutzten die MĂ€nner eine Schwachstelle bei SchiebetĂŒren, die sich aus der FĂŒhrung heben ließen. In einer Zelle rissen sie eine Toilette aus der Wand und krochen durch ein enges Loch dahinter hindurch. Laut Behörden wĂ€re dieser Schritt von innen allein nicht möglich gewesen. Es werde geprĂŒft, ob ihnen von Beamten geholfen wurde.

Schließlich gelangten die MĂ€nner durch einen Versorgungsschacht zu einer TĂŒr, die ins Freie fĂŒhrte, und kletterten dann ĂŒber die GefĂ€ngnismauer. Dahinter verlief ein direkter Weg zu Bahngleisen und einer Autobahn.

Ein Behördenvertreter merkte an, dass das GefĂ€ngnis nur ĂŒber geringe Sicherheitsvorkehrungen verfĂŒge – obwohl dort zahlreiche Gefangene mit hohem Sicherheitsrisiko untergebracht seien. Seine Kollegin erklĂ€rte, der Vorfall mache deutlich, wie dringend Reparaturen und Modernisierungen der Einrichtung notwendig seien. Das Personal sei außerdem stark ĂŒberlastet.

@ dpa.de