Sachsen, Polen

Haftbefehle gegen zwei MÀnner nach Hauseinsturz in Görlitz

Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 15:41 Uhr | dpa.de

Im Mai stĂŒrzt im ostsĂ€chsischen Görlitz ein Haus nach einer Gasexplosion ein. Drei Menschen sterben. Jetzt ist Haftbefehl gegen die zwei TatverdĂ€chtigen erlassen worden.

Nach dem Hauseinsturz ist Haftbefehl gegen zwei MĂ€nner erlassen worden. (Archivbild) - Bild: Sebastian Kahnert/dpa
Nach dem Hauseinsturz ist Haftbefehl gegen zwei MĂ€nner erlassen worden. (Archivbild) - Bild: Sebastian Kahnert/dpa

Nach dem Hauseinsturz in Görlitz mit drei Toten ist Haftbefehl gegen zwei MĂ€nner erlassen worden. Die beiden seien dringend tatverdĂ€chtig, im Mai eine Gasexplosion in dem Haus verursacht zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft Görlitz mit. Bei dem UnglĂŒck kamen am 18. Mai zwei junge Frauen aus RumĂ€nien und ein Deutsch-Bulgare ums Leben. 

Nach den aktuell vorliegenden vorlÀufigen SachverstÀndigengutachten ist die Gasexplosion als Einsturzursache demnach bestÀtigt. Die Staatsanwaltschaft konnte daher die Haftbefehle gegen die MÀnner im Alter von 27 und 33 Jahren beantragen.

Gasleitungen am Haus beschÀdigt

Die mutmaßlichen Buntmetalldiebe stammen aus Polen und Afghanistan. Nach aktuellem Erkenntnisstand waren die beiden TatverdĂ€chtigen am Nachmittag vor dem Einsturz im Umfeld der GrĂŒnderzeitvilla unterwegs und suchten nach «stehlenswertem Gut». Die MĂ€nner hatten es den Angaben zufolge unter anderem auf FahrrĂ€der, Schrott sowie Buntmetalle abgesehen. In dem Haus, das spĂ€ter einstĂŒrzte, sollen sie Gasleitungen beschĂ€digt beziehungsweise manipuliert haben. 

Psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben

Die MĂ€nner befinden sich bereits in anderer Sache in Haft. Die neu erlassenen Untersuchungshaftbefehle wĂŒrden laut Staatsanwaltschaft vollstreckt, sollten die GrĂŒnde fĂŒr die bestehende Haft wegfallen. Zur Frage der SchuldfĂ€higkeit der Beschuldigten wurde ein forensisch-psychiatrisches SachverstĂ€ndigengutachten in Auftrag gegeben. Ausgangspunkt der Ermittlungen gegen die beiden MĂ€nner waren Hinweise der polnischen Polizei.

Die Untersuchungen zu den Ursachen der Explosion dauern unterdessen weiter an. Eine 3D-Rekonstruktion der Gasanlage befindet sich den Angaben nach in der Endbearbeitung. Bei den Materialuntersuchungen, insbesondere der Kupferrohre unterstĂŒtzt das Bundeskriminalamt mit einem speziellen Mikroskop.

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