Handys und Sirenen alarmieren am Warntag
Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 11:06 Uhr | dpa, AD HOC NEWSMit heulenden Sirenen und lĂ€rmenden Handys hat Deutschland den bundesweiten Warntag absolviert. Um 11.00 Uhr erhielten die Menschen auf verschiedenen Wegen eine Warnmeldung, um so die Alarmsysteme fĂŒr eine eventuelle Notsituation zu testen. 45 Minuten spĂ€ter kam - wie geplant - die offizielle Entwarnung.
Der Alarm wurde ĂŒber Tausende Sirenen und mehrere Smartphone-Apps verbreitet sowie ĂŒber das Cell-Broadcast-Verfahren, das auch Handys ohne Warn-App erreicht. Weitere geplante Verbreitungswege waren digitale Anzeigetafeln, der UKW-Rundfunk sowie das Digitalradionetz DAB+.
LĂ€rmende Warn-Apps auch im Bundestag
Bei der Premiere im September 2020 war so viel schiefgegangen, dass der Warntag fĂŒr ein Jahr ausgesetzt wurde. Seit 2022 findet der deutschlandweite Probealarm aber einmal jĂ€hrlich statt. Die Behörden wollen auf diesem Weg testen, ob sie die Bevölkerung im Notfall gut erreichen - etwa bei einer Naturkatastrophe oder einem militĂ€rischen Angriff auf die Bundesrepublik.
Die Warn-Apps machten auch vor den Haushaltsberatungen im Bundestag nicht halt: Justizministerin Stefanie Hubig (SPD), die in diesem Moment gerade die Eckdaten ihres Etats vorstellte, musste ihre Rede kurz unterbrechen, bis im Plenarsaal alle Alarmtöne wieder ausgestellt waren - auch an ihrem eigenen Handy. Ebenfalls kurzzeitig gestoppt wurde der Prozess um den gewaltsamen Tod des kleinen Fabian aus GĂŒstrow. Der Richter unterbrach die Verhandlung bereits um kurz vor 11.00 Uhr, ehe am Rostocker Landgericht die Mobiltelefone schrillen konnten.
