Neue Sorgen nach Sturmtief: Tote bei Unwettern in Italien
04.11.2023 - 04:38:39Nach schweren Unwettern in Teilen Italiens drohen auch heute weitere Gewitter mit Regen und Sturm. In der Nacht zu Freitag gab es Ăberschwemmungen in der bei Urlaubern beliebten Toskana, bei denen mindestens sechs Menschen ums Leben kamen.
Zudem gab es Berichten zufolge einige Vermisste. Weite Teile der betroffenen Region sind noch ĂŒberschwemmt, wĂ€hrend in anderen Gegenden der Toskana bereits die AufrĂ€umarbeiten laufen.
Noch bis zum frĂŒhen Freitagabend galt die vom Zivilschutz ausgerufene Warnstufe Orange. Der Regen hatte zwar im Laufe des Tages nachgelassen, den EinsatzkrĂ€ften machte jedoch der sehr starke Wind bei den AufrĂ€um- und Sucharbeiten zu schaffen.
Meteorologen zufolge könnten am Wochenende erneut Gewitter mit starkem Regen und Wind ĂŒber die Region ziehen. Die Behörden und Menschen in der betroffenen Gegend wappnen sich fĂŒr mögliche Folgen.
Notstand ausgerufen
In der Nacht zu Freitag waren Gemeinden wie Campi Bisenzio, Prato und Quarrata in der Provinz Prato besonders betroffen. So viel Regen in so kurzer Zeit habe es in der Toskana seit Jahrzehnten nicht gegeben, sagten Experten des Nationalen Forschungsrates. «Wir haben noch nie so viel Regen in so wenigen Minuten registriert. Was in der Nacht in der Toskana passiert ist, hat einen klaren Namen: Klimawandel», sagte der sozialdemokratische PrÀsident der Region Toskana, Eugenio Giani.
In der gesamten Region gilt der Notstand. Die Regierung in Rom stimmte am Freitagabend einer ersten Zuweisung von fĂŒnf Millionen Euro zu. Die Regierung drĂŒckte der von den Unwettern betroffenen Bevölkerung ihre Anteilnahme aus. Die Gefahrensituation sei auch nach den extremen Ereignissen der Nacht noch nicht völlig behoben.
WĂ€hrend in einigen Gegenden noch immer ganze StraĂenzĂŒge und Felder ĂŒberschwemmt sind und HĂ€user, Wohnungen und Autos unter Wasser stehen, laufen andernorts die AufrĂ€umarbeiten bereits auf Hochtouren. Einige Bewohner schaufelten den Schlamm aus ihren HĂ€usern und stellten durchgeweichte MöbelstĂŒcke an den StraĂenrand. Auch die Suche nach den Vermissten wird forciert. Denn durch die Ăberschwemmungen sind ganze Ortschaften noch isoliert, so dass EinsatzkrĂ€fte bislang nicht dorthin vordringen konnten.







