HerbststĂŒrme: Austen bringt NRW Böen bis 100 km/ h
Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 12:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWSWetterfolgen bis zum Wochenbeginn
- Sturmtief Austen erreicht am Freitagabend die deutsch-niederlÀndische Grenze.
- In Nordrhein-Westfalen sind Böen von 80 bis 100 Kilometer pro Stunde möglich.
- Am Sonntag bringt Sturmtief Manja vor allem KĂŒstenregionen und das Bergland in BedrĂ€ngnis.
Sturmtiefs Austen und Manja bringen Deutschland Wind und Regen
Weite Teile Deutschlands mĂŒssen sich auf die ersten HerbststĂŒrme einstellen. Der Deutsche Wetterdienst erwartet am Freitag vor allem im Westen Sturmböen, im höheren Bergland sind schwere Sturm- und einzelne Orkanböen möglich.
Austen bringt teils schwere Sturmböen nach NRW
Sturmtief Austen soll am Freitagabend die deutsch-niederlĂ€ndische Grenze erreichen. An seiner SĂŒdflanke werden vor allem in Nordrhein-Westfalen teils schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten von 80 bis 100 Kilometern pro Stunde erwartet.
Nach Angaben des DWD besteht dadurch erhöhte Gefahr durch herabstĂŒrzende Ăste und umherfliegende GegenstĂ€nde. In den ĂŒbrigen Landesteilen bleibt es zunĂ€chst ruhiger, auf den zentralen Mittelgebirgen kann es jedoch ebenfalls stĂŒrmisch werden.
Regen zieht am Freitag nach Osten
Im Westen ist der Freitag stark bewölkt und regnerisch. Im Osten bleibt es zunĂ€chst trocken, am Nachmittag breitet sich der Regen dorthin aus; im SĂŒdwesten sind Gewitter möglich.
Die Höchstwerte liegen zwischen 9 und 14 Grad, am Oberrhein werden bis zu 16 Grad erwartet. Am Samstag bleibt es wolkig bis stark bewölkt, im Norden fĂ€llt zunĂ€chst Regen und im Ă€uĂersten SĂŒden gibt es Schauer.
Sturmtief Manja folgt am Sonntag
Oberhalb von 1.200 Metern kann am Samstag Schneeregen oder Schnee fallen. Die Temperaturen erreichen 8 bis 13 Grad.
Am Sonntag folgt Sturmtief Manja. Es bringt vor allem den KĂŒstenregionen, dem Nordwesten und dem Bergland teils schweren Sturm, wĂ€hrend es zwischen Berlin und MĂŒnchen windtechnisch vergleichsweise ruhig bleibt.
ZusĂ€tzlich erwartet der DWD Regen im Westen und SĂŒdwesten, der ostwĂ€rts zieht. In den Staulagen von Eifel, Rothaargebirge und Schwarzwald ist Dauerregen möglich; die Höchstwerte erreichen 10 bis 16 Grad.
Die angekĂŒndigte Sturmserie trifft Deutschland in einer fĂŒr den Herbst typischen Abfolge: Mehrere Tiefdruckgebiete ziehen in kurzer Folge vom Atlantik Richtung Nordsee und bringen wechselhaftes, windiges Wetter. Besonders exponiert sind der Westen, der Nordwesten, die KĂŒsten und höhere Mittelgebirgslagen.
FĂŒr die Gefahrenlage ist nicht allein die Windgeschwindigkeit entscheidend. Herabfallende Ăste, lose GegenstĂ€nde und lokal krĂ€ftiger Regen können Verkehrswege und AuĂenbereiche belasten. In höheren Lagen kommt zusĂ€tzlich die Umstellung auf winterliche Bedingungen mit Schneeregen oder Schnee infrage.
Unterschiede innerhalb Deutschlands
Die Vorhersage zeigt zugleich ein deutliches regionales GefĂ€lle. WĂ€hrend Nordrhein-Westfalen am Freitag an der SĂŒdflanke von Austen besonders betroffen sein soll, bleibt es im Osten zunĂ€chst vergleichsweise ruhig. Mit Manja verlagert sich der Schwerpunkt am Sonntag an die KĂŒsten, in den Nordwesten und ins Bergland.
FĂŒr die Bevölkerung bedeutet das vor allem wechselnde Risiken innerhalb weniger Tage: Sturm im Westen und Norden, Regen und mögliche Gewitter im SĂŒdwesten sowie Dauerregen in Staulagen. Autofahrer, FuĂgĂ€nger und Betreiber ungesicherter GegenstĂ€nde sollten die jeweiligen regionalen Warnungen des DWD beachten.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Der Artikel ordnet Austen als sich rasch verstÀrkendes Atlantiktief ein und legt den Schwerpunkt auf die erwartete Intensivierung. Damit bestÀtigt er die bevorstehende markante WetterverschÀrfung, setzt aber einen stÀrkeren Akzent auf die meteorologische Entwicklung.
WDR: âHerbstwetter im Anmarsch: So nass und windig wird es jetzt in NRWâ (21.10.2026)
Der WDR richtet den Blick auf Nordrhein-Westfalen und beschreibt die Entwicklung des Tiefdruckgebiets sowie die erwarteten Regen- und Windphasen. Anders als der ĂŒberregionale Blick der dpa-Meldung konzentriert sich der Beitrag auf die regionale Betroffenheit.
Beide BeitrĂ€ge stimmen in der Erwartung einer deutlichen Wetterverschlechterung ĂŒberein. Unterschiede ergeben sich vor allem beim regionalen Schwerpunkt und bei der Gewichtung von SturmstĂ€rke, Regen und zeitlichem Ablauf.
