Herbststurm, Bahnverkehr

Herbststurm: Regionalbahn fÀhrt bei Pforzheim gegen Ast

Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 17:33 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der Sturm hat in Baden-WĂŒrttemberg und Nordrhein-Westfalen erste SchĂ€den an Bahnstrecken verursacht. FĂŒr das Wochenende werden im Westen weitere krĂ€ftige Böen erwartet.

SturmschÀden auf mehreren Bahnstrecken

  • Eine Regionalbahn stieß bei Pforzheim mit Hunderten FahrgĂ€sten an Bord gegen einen Ast und hielt an.
  • Zwischen Stolberg und Aachen Rothe Erde fĂŒhrte ein Oberleitungsschaden zur Sperrung in beide Richtungen.
  • FĂŒr den Brocken gab der Deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung heraus.
Deutschland steht ein stĂŒrmisches Wochenende bevor. - Bild: Matthias Bein/dpa

Sturm verursacht erste Bahnbehinderungen

Der erste Herbststurm des Jahres hat am Freitagnachmittag in mehreren Regionen Deutschlands den Bahnverkehr beeintrĂ€chtigt. Bei Pforzheim stieß eine Regionalbahn mit Hunderten FahrgĂ€sten an Bord gegen einen Ast, wĂ€hrend in Nordrhein-Westfalen ein Oberleitungsschaden eine Strecke sperrte.

Regionalbahn hÀlt bei Pforzheim

Der Ast traf die Windschutzscheibe des Zuges, der anschließend auf der Strecke bei Pforzheim anhielt. Verletzte gab es nach Angaben der Polizei nicht.

Strecke bei Aachen gesperrt

Zwischen Stolberg und Aachen Rothe Erde musste die Strecke in beide Richtungen gesperrt werden. Nach Angaben eines Bahnsprechers wurde ein Oberleitungsschaden durch den Sturm verursacht; Ersatzverkehr fuhr nach Aachen, DĂŒren und Langerwehe.

UmgestĂŒrzte BĂ€ume blockieren Gleise

Auch zwischen Neuss Hauptbahnhof und Meerbusch-Osterath waren die Gleise wegen eines umgestĂŒrzten Baums nicht befahrbar. Eine EinschrĂ€nkung zwischen Duisburg-Ruhrort und Oberhausen war bereits beseitigt, ebenso ein Oberleitungsschaden zwischen Aachen und Aachen-West.

Sturmböen bis 90 Kilometer pro Stunde

Deutschland steht ein stĂŒrmisches Wochenende bevor. Ab dem Nachmittag können die Böen im Westen bis zu 90 Kilometer pro Stunde erreichen; in exponierten Lagen ist der Wind orkanartig möglich, fĂŒr den Brocken gilt eine Unwetterwarnung.

Der Sturm trifft auf einen Bahnverkehr, der bei SchĂ€den an BĂ€umen, Gleisen und Oberleitungen schnell auf einzelne Streckenabschnitte reagieren muss. Besonders anfĂ€llig sind offene Trassen und Abschnitte mit dichter Vegetation, weil herabfallende Äste und umgestĂŒrzte BĂ€ume den Fahrweg blockieren oder die Infrastruktur beschĂ€digen können.

FĂŒr Reisende bedeutet das, dass regionale EinschrĂ€nkungen zunĂ€chst lokal auftreten, sich durch fehlende Zugfahrzeuge, Umleitungen oder Ersatzverkehre aber auf benachbarte Verbindungen ausweiten können. Die Sperrung zwischen Stolberg und Aachen Rothe Erde zeigt zudem, dass nicht nur direkte Hindernisse auf den Gleisen, sondern auch SchĂ€den an der Stromversorgung den Betrieb unterbrechen.

Windlage am Wochenende

Der Deutsche Wetterdienst erwartet fĂŒr den Westen Deutschlands ab dem Nachmittag Sturmböen bis 90 Kilometer pro Stunde; in exponierten Lagen sind orkanartige Böen möglich. FĂŒr Reisende und Pendler im Westen sind deshalb kurzfristige Änderungen bei Abfahrt, StreckenfĂŒhrung und Ersatzverkehr besonders relevant. Der Brocken steht wegen der erwarteten Windlage unter einer Unwetterwarnung.

Die aktuelle Lage verbindet damit zwei Ebenen: Bereits eingetretene SturmschĂ€den beeintrĂ€chtigen einzelne Bahnstrecken, zugleich kann die Wetterentwicklung weitere Behinderungen auslösen. Wie lange Sperrungen dauern, hĂ€ngt jeweils von Schadensaufnahme, Reparatur und SicherheitsprĂŒfungen ab.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

n-tv: „StĂŒrmisches Wetter fĂŒhrt zu Störungen bei der Bahn“ (23.10.2026)

Der Beitrag bestÀtigt die Störungen auf mehreren Bahnstrecken in Nordrhein-Westfalen und stellt die konkreten SchÀden an Oberleitungen und Gleisen in den Mittelpunkt. Offen bleibt, wie lange die Sperrung zwischen Stolberg und Aachen Rothe Erde dauert.

WDR: „Wetter-Liveticker: Erster Herbststurm des Jahres in NRW - mit Böen bis zu 90 km/h schnell“ (23.10.2026)

Der WDR ordnet das Ereignis stĂ€rker meteorologisch ein und hebt den erwarteten Beginn der stĂŒrmischen Böen am Nachmittag sowie mögliche EinschrĂ€nkungen auf Straßen und Bahnstrecken hervor. Damit ergĂ€nzt der Beitrag die konkreten BahnschĂ€den um den Wetterausblick.

Beide BeitrĂ€ge stimmen darin ĂŒberein, dass der Sturm bereits den Verkehr beeintrĂ€chtigt oder beeintrĂ€chtigen kann. Unterschiede liegen im Schwerpunkt: n-tv beschreibt vor allem die SchĂ€den, wĂ€hrend der WDR die weitere Wetterentwicklung betrachtet.

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