Herbststurm Deutschland, Bahnverkehr

Herbststurm: Zwei Schwerverletzte nach GerĂŒst-Einsturz

Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 20:45 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Beim Einsturz eines BaugerĂŒsts in NastĂ€tten wurden zwei Menschen schwer verletzt, einer davon lebensgefĂ€hrlich. Zugstrecken, Bahnhöfe und weitere Einrichtungen waren durch Äste, BĂ€ume und GegenstĂ€nde beeintrĂ€chtigt.

Folgen fĂŒr Veranstaltungen und Verkehr

  • In NastĂ€tten stĂŒrzte am Freitagnachmittag ein BaugerĂŒst um.
  • Bei Pforzheim traf ein Ast die Windschutzscheibe einer Regionalbahn mit Hunderten FahrgĂ€sten.
  • Im Saarland registrierte die Polizei bis zum Abend 59 sturmbedingte EinsĂ€tze.
  • Deutschland steht ein stĂŒrmisches Wochenende bevor. - Bild: Matthias Bein/dpa
  • Einige StĂ€dte in NRW rieten, Waldgebiete, Parkanlagen, Friedhöfe und Alleen zu meiden. - Bild: Christoph Reichwein/dpa
  • Besonders starker Wind wird an der Nordsee erwartet. - Bild: Bodo Marks/dpa
Deutschland steht ein stĂŒrmisches Wochenende bevor. - Bild: Matthias Bein/dpa Einige StĂ€dte in NRW rieten, Waldgebiete, Parkanlagen, Friedhöfe und Alleen zu meiden. - Bild: Christoph Reichwein/dpa Besonders starker Wind wird an der Nordsee erwartet. - Bild: Bodo Marks/dpa

Der erste Herbststurm ĂŒber Teilen Deutschlands hat am Freitag Menschen verletzt und den Bahnverkehr behindert. In NastĂ€tten in Rheinland-Pfalz stĂŒrzte ein BaugerĂŒst um, wĂ€hrend bei Pforzheim ein Regionalzug mit einem Ast kollidierte.

Schwerverletzte bei BaugerĂŒst-Einsturz

Im Norden von Rheinland-Pfalz wurden nach Angaben der Polizei zwei Menschen schwer verletzt. Einer von ihnen schwebte in Lebensgefahr und wurde mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.

Das UnglĂŒck ereignete sich in NastĂ€tten im Rhein-Lahn-Kreis wĂ€hrend eines als Oktobermarkt bezeichneten Festes. Das GerĂŒst wurde vermutlich durch eine starke Windböe umgeweht; ob sich Menschen darauf befanden, blieb zunĂ€chst offen.

Sturmwarnungen fĂŒr das Wochenende

Der Deutsche Wetterdienst erwartete ab dem Freitagnachmittag im Westen Deutschlands Sturmböen bis zu 90 Kilometer pro Stunde. In exponierten Lagen waren orkanartige Böen möglich, fĂŒr den Brocken im Harz galt eine Unwetterwarnung.

In der Nacht zum Samstag sollte es vor allem im Norden und in der Mitte windig bis stĂŒrmisch werden. Am Samstag sollte der Wind zunĂ€chst nachlassen und spĂ€ter wieder zunehmen.

Regionalzug prallt bei Pforzheim gegen Ast

In Baden-WĂŒrttemberg traf ein Ast nahe Pforzheim die Windschutzscheibe einer Regionalbahn mit Hunderten FahrgĂ€sten. Der Zug hielt auf der Strecke; Verletzte gab es nicht.

In Karlsruhe wurde der Bahnverkehr am Hauptbahnhof wegen eines Gegenstands in der Oberleitung zeitweise vollstĂ€ndig eingestellt. Nach der Abschaltung und ÜberprĂŒfung der Oberleitung durch Experten wurden die Gleise wieder freigegeben.

Weitere SturmschÀden im Westen

Im Saarland zĂ€hlte die Polizei bis zum Abend 59 EinsĂ€tze. Bei 44 davon ging es um Äste, BĂ€ume oder BauzĂ€une auf Straßen; in Lebach wurde ein FußgĂ€nger von einem Werbeschild getroffen und leicht verletzt.

In Nordrhein-Westfalen fĂŒhrten ein Oberleitungsschaden zwischen Stolberg und Aachen sowie ein umgestĂŒrzter Baum zwischen Neuss und Meerbusch-Osterath zu Sperrungen. Eine weitere EinschrĂ€nkung zwischen Duisburg-Ruhrort und Oberhausen war bereits beseitigt.

Wind erreicht am Sonntag die NordseekĂŒste

An der Nordsee wurden fĂŒr Sonntag Böen bis zu 100 Kilometer pro Stunde erwartet. Reedereien kĂŒndigten mögliche EinschrĂ€nkungen oder AusfĂ€lle im FĂ€hrverkehr zu den Ostfriesischen Inseln an.

In Köln und Aachen sollten WĂ€lder, Parks, Friedhöfe und Alleen gemieden werden. Der Europa-Park in Rust schloss wegen des Sturms vorĂŒbergehend die großen Achterbahnen im Außenbereich.

Der Sturm trifft Deutschland zu einem Zeitpunkt, an dem viele Menschen am Wochenende unterwegs sind. Besonders relevant ist das fĂŒr den Bahn- und FĂ€hrverkehr sowie fĂŒr Veranstaltungen im Freien.

Die gemeldeten SchĂ€den zeigen unterschiedliche Gefahrenlagen: In NastĂ€tten fĂŒhrte der Wind zum Einsturz eines BaugerĂŒsts, im SĂŒdwesten prallte ein Zug gegen einen Ast, und in mehreren Regionen blockierten BĂ€ume oder GegenstĂ€nde Verkehrswege. Auch wenn einzelne Strecken wieder freigegeben wurden, können neue SchĂ€den kurzfristig zu Sperrungen und VerspĂ€tungen fĂŒhren.

Sturmfeld zieht weiter

FĂŒr den Westen Deutschlands wurden Böen bis zu 90 Kilometer pro Stunde vorhergesagt. An der Nordsee können am Sonntag bis zu 100 Kilometer pro Stunde erreicht werden; in exponierten Höhenlagen sind deutlich stĂ€rkere Böen möglich. Damit bleibt die Wetterlage ĂŒber den Freitag hinaus verkehrs- und sicherheitsrelevant.

FĂŒr Reisende bedeutet das, Verbindungen vor der Abfahrt zu prĂŒfen und bei Bahnfahrten zusĂ€tzliche Zeit einzuplanen. Wegen möglicher EinschrĂ€nkungen im FĂ€hrverkehr können auch RĂŒckreisen von den Ostfriesischen Inseln betroffen sein. Parks, WĂ€lder und Alleen sollten bei Sturm gemieden werden.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Deutschlandfunk: „Herbststurm - Verletzte und BeeintrĂ€chtigungen im Bahnverkehr durch Sturm“ (23.10.2026)

Der Deutschlandfunk bestÀtige die beiden Schwerverletzten in NastÀtten und die Störungen im Bahnverkehr. Der Beitrag konzentriere sich stÀrker auf die einzelnen Bahnbehinderungen und nenne unter anderem die kurzzeitige Betriebseinstellung im Karlsruher Hauptbahnhof.

WDR: „Erster Herbststurm ĂŒber Teilen von NRW“ (23.10.2026)

Der WDR ordne das Sturmgeschehen ausfĂŒhrlicher fĂŒr Nordrhein-Westfalen ein und verweise auf Böen bis zu 90 Kilometer pro Stunde. Anders als der Deutschlandfunk lege der Beitrag den Schwerpunkt auf Wetterentwicklung, Schutzmaßnahmen und ein weiteres Sturmtief in der Nacht zum Sonntag.

Beide BeitrĂ€ge bestĂ€tigten die stĂŒrmische Wetterlage und ihre Folgen. Der Deutschlandfunk fokussiere auf Verletzte und Verkehr, wĂ€hrend der WDR die regionale Wetterentwicklung und Verhaltensempfehlungen hervorhebe.

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