Drei Filme aus der DDR zum Wiederentdecken
17.05.2026 - 08:57:49 | dpa.deLust auf einen Filmabend mit Klassikern? Vor genau 80 Jahren entstand die einstige Filmgesellschaft der DDR - die Defa wurde am 17. Mai 1946 gegründet. Welche drei Filme man unbedingt mal schauen sollte? «Das ist eine ganz schwierige Frage», sagt Stefanie Eckert, Vorstand der Defa-Stiftung. Aufzählen könne sie viele. Hier sind ihre Vorschläge:
Spielfilm: «Sterne» von Konrad Wolf
Der Film von 1959 spielt während des Zweiten Weltkriegs in Bulgarien. Eine sensibel erzählte Liebesgeschichte, die als einer der ersten Filme eines deutschen Regisseurs den Holocaust thematisiert. «Das ist eine wunderschöne Geschichte, die aber auch voller Trauer ist», sagt Eckert. Gezeigt wird der Film etwa beim Streamingportal Filmfriend.
Dokumentarfilm: «Winter adé» von Helke Misselwitz
In dem Film von 1988 gehe es um Frauen in der DDR. Regisseurin Misselwitz besuche Frauen vom Süden bis in den Norden des Landes, die von ihren Sehnsüchten, ihrem Leben und ihrer Arbeit erzählten. «Man gewinnt einen Einblick in das Leben von Frauen in der DDR. Sehr schön und ruhig erzählt, auch poetisch.» Die Bundeszentrale für politische Bildung zeigt den Film.
Trickfilm: «Die Leuchtturminsel» von Günter Rätz
«Das ist ein ganz bezaubernder Kinderfilm», sagt Eckert. Der etwa 40-minütige Film aus den 1970ern sei wahnsinnig amüsant, schräg und lustig. Auch heute fänden Kinder an ihm noch Gefallen. Erzählt wird vom Leuchtturmwärter Jonathan, einem faulen Kater, einem nörgelnden Ziegenbock und dem Hund Mondschein. Der Film läuft auf dem Youtube-Kanal Defa-Filmwelt.
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