Bombendrohungen halten Frankreich weiter in Atem
19.10.2023 - 13:56:27Eine Serie von Bombendrohungen hĂ€lt Frankreich nach der VerhĂ€ngung der höchsten Terrorwarnstufe weiter in Atem. Etliche RegionalflughĂ€fen wurden am Donnerstag wie bereits am Vortag wegen Bombendrohungen zeitweise gerĂ€umt. Betroffen waren die FlughĂ€fen in Montpellier, Nantes, Bordeaux, StraĂburg und Lille. Auch der in Frankreich liegende Euro-Airport Basel-Mulhouse-Freiburg informierte ĂŒber eine Bombendrohung, wegen der der Flugbetrieb vorĂŒbergehend eingestellt wurde.
Wie die Zeitung «La Voix du Nord» berichtete, stand auf dem Flughafen von Lille wĂ€hrend der Sperrung auch ein Regierungsflieger von PrĂ€sident Emmanuel Macron. Im nahe gelegenen Arras nahm Macron an der Trauerfeier fĂŒr den am vergangenen Freitag von einem islamistischen Angreifer getöteten Lehrer teil.
Die Trauerfeier in der Kathedrale von Arras wurde auf eine Leinwand auf dem Rathausplatz ĂŒbertragen, wo Hunderte Menschen dem 57 Jahre alten PĂ€dagogen die letzte Ehre erwiesen und Blumen niederlegten. Der Lehrer hatte sich dem Angreifer mit weiteren Schulangestellten, die dabei verletzt wurden, entgegengestellt und damit wohl Schlimmeres verhindert.
Der 20 Jahre alte Messerangreifer hatte sich zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannt und in einer Audiobotschaft seinen Hass auf Frankreich, die Franzosen und die Demokratie zum Ausdruck gebracht. Nach der Attacke verhÀngte Frankreich die höchste Terrorwarnstufe und mobilisierte 7000 Soldaten der Antiterroreinheit «Sentinelle».
Bislang konnte die Polizei nach keiner der vielen Dutzenden von Bombendrohungen in Frankreich, die vor allem auch Schulen betreffen, etwas VerdĂ€chtiges feststellen. Eine Drohung gegen eine Schule im Pariser Umland ordnete die Polizei vier jungen Menschen zu, darunter ein elf und ein zwölf Jahre alter SchĂŒler, wie die Zeitung «Le Parisien» berichtete. Wer darĂŒber hinaus hinter den Drohungen steckt, die auch den Pariser Louvre und am Donnerstag bereits zum vierten Mal das Schloss Versailles betrafen, ist nicht bekannt.


