Odisha, ZugunglĂŒck

Nach schwerem ZugunglĂŒck in Indien: Suche nach Ursache lĂ€uft

04.06.2023 - 09:12:41

Hunderte Menschen arbeiten daran, die Unfallstelle zu rĂ€umen. Angehörige versuchen Opfer zu identifizieren, mehr als 280 Menschen sind gestorben. Gleichzeitig wird ĂŒber Bahnsicherheit diskutiert.

  • RettungskrĂ€fte arbeiten an der Stelle, an der ein Personenzug im ostindischen Bundesstaat Orissa entgleist ist. - Foto: ---/Press Trust of India/dpa

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  • RettungskrĂ€fte arbeiten an der UnglĂŒcksstelle. - Foto: Uncredited/AP

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  • Laut Behörden waren drei ZĂŒge an dem Unfall beteiligt. - Foto: Arabinda Mahapatra/AP

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  • Die Rettungsarbeiten sind beendet. Nun werden die Wrackteile der entgleisten ZĂŒge beseitigt. - Foto: Rafiq Maqbool/AP

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  • Drei ZĂŒge waren laut Behörden an dem Unfall beteiligt, der sich in einer lĂ€ndlichen Gegend im Bezirk Balasore, gut 200 Kilometer sĂŒdwestlich von Kolkata, am Freitag gegen 19 Uhr Ortszeit (15 Uhr MESZ) ereignete. - Foto: Javed Dar/XinHua/dpa

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RettungskrĂ€fte arbeiten an der Stelle, an der ein Personenzug im ostindischen Bundesstaat Orissa entgleist ist. - Foto: ---/Press Trust of India/dpaRettungskrĂ€fte arbeiten an der UnglĂŒcksstelle. - Foto: Uncredited/APLaut Behörden waren drei ZĂŒge an dem Unfall beteiligt. - Foto: Arabinda Mahapatra/APDie Rettungsarbeiten sind beendet. Nun werden die Wrackteile der entgleisten ZĂŒge beseitigt. - Foto: Rafiq Maqbool/APDrei ZĂŒge waren laut Behörden an dem Unfall beteiligt, der sich in einer lĂ€ndlichen Gegend im Bezirk Balasore, gut 200 Kilometer sĂŒdwestlich von Kolkata, am Freitag gegen 19 Uhr Ortszeit (15 Uhr MESZ) ereignete. - Foto: Javed Dar/XinHua/dpa

Nach einem der schwersten ZugunglĂŒcke in Indien sind mehr als Tausend Menschen unablĂ€ssig mit den RĂ€umungsarbeiten beschĂ€ftigt. Dies teilte das indische Bahnministerium auf Twitter mit. Drohnenaufnahmen im örtlichen Fernsehen am Sonntag zeigten auch Bagger bei der Arbeit der RĂ€umung der Strecke - und sie zeigen mit vielen Wracks und kaputten Gleisen die erschĂŒtternde GrĂ¶ĂŸe der Katastrophe, bei der nach Behördenangaben mindestens 288 Menschen getötet und Hunderte Menschen verletzt worden sind. Laut RettungskrĂ€ften vor Ort werden in und unter den Wracks inzwischen keine Überlebenden mehr erwartet.

Das Ziel sei es, die RĂ€umungsarbeiten bis Mittwoch abzuschließen, sagte Bahnminister Ashwini Vaishnaw der indischen Nachrichtenagentur ANI. Gleichzeitig versuchten Angehörige vor Ort in verschiedenen Leichenhallen teils sehr entstellte Opfer zu identifizieren, wie etwa die «Times of India» berichtete.

Erste Erkenntnisse deuten auf Signalproblem

Der Unfall ereignete sich am Freitagabend in einer lĂ€ndlichen Gegend im Bezirk Balasore, gut 200 Kilometer sĂŒdwestlich von Kolkata. Drei ZĂŒge waren laut Behörden daran beteiligt. Erste Erkenntnisse zur Unfallursache deuten auf ein Signalproblem hin, wie örtliche Medien, darunter die «India Today», berichteten. Die Untersuchungen dauern an. Örtlichen Berichten zufolge soll ein Passagierzug zuerst entgleist sein, ein anderer Passagierzug soll in dessen liegengebliebene Waggons gerast sein. Auch ein GĂŒterzug soll beteiligt gewesen sei.

Das bevölkerungsreichste Land mit rund 1,4 Milliarden Menschen hat ein historisch gewachsenes und eines der grĂ¶ĂŸten Bahnnetze der Welt, in das die Regierung zuletzt deutlich investiert hat. Angesichts vieler alter ZĂŒge und ĂŒberholungsbedĂŒrftiger Gleisanlagen gibt es jedoch hĂ€ufig UnfĂ€lle. Doch derart hohe Opferzahlen sind selten geworden. Der Unfall entfachte auch wieder eine Diskussion um Sicherheit bei der Bahn.

Kondolenzen aus aller Welt

Rund um die Welt kondolierten Politiker und Staatschefs, zuletzt unter anderem auch US-PrĂ€sident Joe Biden. «Jill und ich sind nach der tragischen Nachricht ĂŒber das tödliche ZugunglĂŒck in Indien untröstlich», sagte Biden am Samstag (Ortszeit) laut einer Mitteilung des Weißen Hauses in Washington auch im Namen der First Lady. Der PrĂ€sident und seine Frau seien in Gedanken bei den Menschen in Indien. Auch UN-GeneralsekretĂ€r AntĂłnio Guterres zeigte sich laut seinem Sprecher StĂ©phane Dujarric nach dem UnglĂŒck «zutiefst betrĂŒbt». Der GeneralsekretĂ€r kondoliere sowohl den Angehörigen der Opfer wie auch den Menschen in Indien und ihrer Regierung, hieß es in einer Stellungnahme aus New York.

@ dpa.de