Hurrikan Nolo, Hurrikan Polo

Hurrikane Nolo und Polo: Hawaii und Mexiko bereiten sich auf Sturmfolgen vor

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 18:15 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die Hurrikane «Nolo» und «Polo» bringen Hawaii und Mexiko heftige Regenfälle, starke Winde und hohe Wellen. Während Hawaii Bundeshilfe für Schutzmaßnahmen erhält, mobilisiert Mexiko Soldaten und Notunterkünfte.

  • In Hawaii füllen Menschen Sandsäcke, um ihre Häuser vor den Auswirkungen von «Nolo» zu schützen. - Bild: Eugene Garcia/AP/dpa
    In Hawaii füllen Menschen Sandsäcke, um ihre Häuser vor den Auswirkungen von «Nolo» zu schützen. - Bild: Eugene Garcia/AP/dpa
  • Die diesjährige Hurrikansaison im Pazifik ist sehr aktiv.  - Bild: Gregory Bull/AP/dpa
    Die diesjährige Hurrikansaison im Pazifik ist sehr aktiv. - Bild: Gregory Bull/AP/dpa
In Hawaii füllen Menschen Sandsäcke, um ihre Häuser vor den Auswirkungen von «Nolo» zu schützen. - Bild: Eugene Garcia/AP/dpa Die diesjährige Hurrikansaison im Pazifik ist sehr aktiv.  - Bild: Gregory Bull/AP/dpa

Hawaii und Mexiko bereiten sich wegen der pazifischen Hurrikane «Nolo» und «Polo» auf heftige Regenfälle, starke Winde und hohe Wellen vor.

«Nolo» zieht südlich an Hawaii vorbei

Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums NHC in Miami befand sich «Nolo» am Samstag nahezu stationär rund 235 Kilometer südlich der Insel Hawaii. Der Sturm erreichte anhaltende Windgeschwindigkeiten von 165 Kilometern pro Stunde.

«Nolo» soll an der Inselkette vorbeiziehen. Das NHC warnte dennoch vor heftigen Regenfällen, starkem Wind und hohen Wellen.

Bundeshilfe für Schutzmaßnahmen

Die US-Regierung genehmigte nach Angaben von Gouverneur Josh Green Bundeshilfe für präventive Schutzmaßnahmen auf Hawaii. «Der Schutz der Bevölkerung von Hawaii hat für uns oberste Priorität», erklärte Green am Freitagabend Ortszeit.

Menschen füllten Sandsäcke, um ihre Häuser vor Überschwemmungen zu schützen.

«Polo» nimmt Kurs auf Niederkalifornien

Vor Mexiko zog «Polo» als starker Hurrikan auf die Halbinsel Niederkalifornien zu. Der Sturm bewegte sich mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 250 Kilometern pro Stunde über das Meer.

Am Montag soll «Polo» in etwas abgeschwächter Form die Westküste des Bundesstaates Baja California Sur erreichen. Mehr als 1.200 Soldaten wurden zur Unterstützung der Bevölkerung in die Region entsandt.

170 Notunterkünfte vorbereitet

Für betroffene Menschen stehen nach Angaben der örtlichen Regierung rund 170 Notunterkünfte bereit.

Das Klimaphänomen El Niño sorgt in diesem Jahr für eine ungewöhnliche Hurrikansaison. Im Pazifik bildeten sich bereits neun Hurrikane, drei davon in der höchsten Kategorie 5; im Atlantik entwickelte sich bislang kein Hurrikan.

Hurrikansaison dauert bis Ende November

Die Hurrikansaison beginnt im Pazifik am 15. Mai und im Atlantik am 1. Juni. Beide Saisons enden am 30. November.

El Niño verschiebt die Sturmaktivität

Das aktuelle Muster folgt einem bekannten Zusammenhang des Klimasystems El Niño–Südliche Oszillation. El Niño verändert die großräumige Luftzirkulation über den Tropen und kann dadurch die Bedingungen für tropische Wirbelstürme regional gegensätzlich beeinflussen. Im Pazifik begünstigen wärmere Meeresbereiche und aufsteigende feuchtwarme Luft die Entwicklung kräftiger Stürme, während absinkende Luftbewegungen im Atlantik die Hurrikanbildung erschweren können.

Für Hawaii und die mexikanische Pazifikküste bedeutet eine hohe Aktivität nicht automatisch, dass jede Insel oder jeder Küstenabschnitt direkt getroffen wird. Auch ein Sturm, der an Land vorbeizieht oder sich vor der Küste abschwächt, kann durch Starkregen, hohe Wellen, Sturmfluten und Überschwemmungen erhebliche Schäden verursachen. Deshalb gehören Sandsäcke, Notunterkünfte und vorsorglich verlegte Einsatzkräfte zu den zentralen Schutzmaßnahmen.

Folgen reichen über die betroffenen Küsten hinaus

Die pazifische Hurrikansaison dauert regulär bis Ende November. Für Bewohner, Reisende und die Infrastruktur in den betroffenen Regionen sind deshalb nicht nur die maximalen Windgeschwindigkeiten entscheidend, sondern auch die Zugbahn, die Niederschlagsmengen und die Zeit, die für Evakuierungen oder Schutzmaßnahmen bleibt. Auf Hawaii können zudem abgelegene Gemeinden und Verkehrsverbindungen besonders empfindlich auf Starkregen reagieren.

Die Auswirkungen von El Niño beschränken sich nicht auf die Tropen. Veränderungen des Jetstreams können zeitversetzt auch Wetterlagen in Nordamerika und Europa beeinflussen. Daraus lassen sich jedoch keine präzisen Vorhersagen für einzelne Orte ableiten; maßgeblich bleiben die jeweiligen Wetterprognosen und Warnungen der zuständigen Behörden.

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