Hurrikane im Pazifik, Hurrikan Polo

Hurrikane Polo und Nolo bedrohen Mexiko und Hawaii

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 21:30 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Drei Hurrikane ziehen derzeit über den Pazifik. Während «Polo» auf die mexikanische Westküste zuhält und «Nolo» Hawaii gefährlich nahekommt, gilt «Odalys» als keine Bedrohung für das Festland.

Im Ostpazifik ist die diesjährige Hurrikansaison sehr aktiv. Im Atlantik ist sie dagegen ruhig. - Bild: Uncredited/NOAA/AP/dpa
Im Ostpazifik ist die diesjährige Hurrikansaison sehr aktiv. Im Atlantik ist sie dagegen ruhig. - Bild: Uncredited/NOAA/AP/dpa

Gleich drei Hurrikane sind derzeit im Pazifik unterwegs: «Polo» bewegt sich auf Mexiko zu, «Nolo» nähert sich Hawaii, während «Odalys» weit von den Küsten entfernt über das Meer zieht.

Polo nimmt Kurs auf Baja California

«Polo» war am Freitag ein extrem starker Wirbelsturm der Kategorie 5. Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums NHC soll er Anfang der kommenden Woche als abgeschwächter Hurrikan auf die Westküste der mexikanischen Halbinsel Baja California treffen.

Der Sturm befand sich rund 660 Kilometer südlich von Cabo San Lucas. Seine anhaltenden Windgeschwindigkeiten lagen bei 290 Kilometern pro Stunde, dazu kamen noch stärkere Böen.

Nolo bedroht Hawaii

«Nolo» hatte am Freitag die Stärke eines Hurrikans der Kategorie 2. Meteorologen erwarteten, dass der Sturm am Wochenende an Hawaii vorbeiziehen und heftige Regenfälle bringen werde.

Das NHC warnte vor lebensbedrohlichen Überschwemmungen und Erdrutschen, besonders in steilen Gebieten im Osten und Süden von Big Island und Maui. «Nolo» befand sich rund 300 Kilometer südlich der Südspitze von Hawaii; die anhaltenden Windgeschwindigkeiten betrugen 165 Kilometer pro Stunde.

Odalys bleibt auf dem Meer

Zwischen Hawaii und Mexiko zog «Odalys» mit Hurrikanstärke 4 über den Pazifik. Für die Küste galten nach Angaben des NHC keine Vorwarnungen oder Warnungen.

Der Wirbelsturm lag rund 1.500 Kilometer westlich von Baja California und sollte sich am Wochenende abschwächen. Insgesamt haben sich in der laufenden Pazifik-Saison bereits neun Hurrikane gebildet, drei davon der höchsten Kategorie 5.

Ungewöhnliche Saison durch El Niño

Das besonders starke Klimaphänomen El Niño sorgt in diesem Jahr für eine ungewöhnlich aktive Hurrikansaison im Pazifik. Im Atlantik entwickelte sich dagegen bislang kein einziger Hurrikan. Die Hurrikansaisons in beiden Regionen dauern vom jeweiligen Saisonbeginn bis zum 30. November.

El Niño verschiebt die Sturmaktivität

Die ungewöhnliche Verteilung der Wirbelstürme folgt einem bekannten meteorologischen Muster: Ein stark ausgeprägtes El-Niño-Ereignis verändert die tropische Zirkulation und kann die Bedingungen im Pazifik begünstigen, während starke Höhenwinde im Atlantik die Entwicklung von Hurrikanen erschweren. Die aktuelle Saison zeigt damit nicht weniger Sturmenergie, sondern eine regionale Konzentration.

Für Mexiko ist nicht nur der mögliche Landfall entscheidend. Auch ein Sturm, der vor der Küste bleibt, kann durch Starkregen, hohe Wellen und eine gefährliche Brandung Überschwemmungen und Erdrutsche auslösen. Besonders verwundbar sind dicht besiedelte Küstenregionen und steile Gebiete, in denen Wasser rasch abfließt. Für Reisende und Bewohner zählen deshalb lokale Warnungen, Hafensperren und Evakuierungsanweisungen stärker als die alleinige Kategorie des Hurrikans.

Hawaii muss mit Starkregen rechnen

Auf Hawaii liegt der Schwerpunkt der Gefahr bei «Nolo» auf Regenfällen, Sturzfluten und Erdrutschen. Solche Folgen können auch dann schwerwiegend sein, wenn der Sturm das Zentrum der Inselkette nicht direkt überquert. «Odalys» verdeutlicht zugleich, dass mehrere Systeme im selben Meeresgebiet nicht automatisch mehrere Küsten bedrohen: Nach den Angaben des NHC bleibt dieser Wirbelsturm weit von Land entfernt und soll sich abschwächen.

Die Pazifik-Saison läuft noch bis Ende November. Damit bleibt die derzeitige Aktivität für Behörden, Schifffahrt, Tourismus und Küstenschutz relevant; die Entwicklung einzelner Stürme kann sich innerhalb kurzer Zeit deutlich verändern.

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