VerdÀchtiger war mit MÀdchen zu Fuà unterwegs
Veröffentlicht am: 15.08.2025 um 11:37 Uhr | dpa.deDer Mann, der eine SechsjĂ€hrige aus dem Erlebnisbad Rulantica des Europa-Parks Rust gelockt und dann einige Kilometer weiter in einem Wald missbraucht haben soll, war nach bisherigen Erkenntnissen zu FuĂ mit dem Kind unterwegs. Es gebe keinen Hinweis darauf, dass der 31 Jahre alte rumĂ€nische VerdĂ€chtige den Weg in den Wald mit der SechsjĂ€hrigen in einem Fahrzeug zurĂŒckgelegt habe, sagte ein Polizeisprecher. Es wĂŒrden dringend Zeugen gesucht, die das MĂ€dchen und den mutmaĂlichen TĂ€ter am vergangenen Samstag wĂ€hrend dieses kilometerlangen FuĂmarsches gesehen haben.
Noch am Abend des Geschehens habe das kleine MĂ€dchen befragt werden können. Es war zuvor von einem Passanten aufgegriffen worden, nachdem der VerdĂ€chtige es alleine im Wald zurĂŒckgelassen haben soll. Spuren seien sichergestellt worden - welcher Art, wurde nicht mitgeteilt. Auch die spĂ€ter in der Wohnung des Mannes gefundene Kleidung, die er am Tattag getragen haben soll, wird derzeit untersucht. In der Wohnung hatte der Mann mit Familienangehörigen gewohnt. Ob es sich dabei um Frau oder Kinder oder andere Verwandte handelt, wurde nicht mitgeteilt.
Kind ist vermutlich traumatisiertÂ
Das nach Worten des Sprechers vermutlich traumatisierte Kind sei mit seinen Eltern wieder zu Hause - ob die Eltern in Deutschland oder im Ausland wohnen, sagte der Sprecher zum Schutz der Familie nicht. Ob sich das MÀdchen in psychologischer Betreuung befindet, konnte er nicht sagen. Die Polizei biete Hilfe an und sei in stÀndigem Kontakt mit der Familie. Ob und welche Hilfsangebote angenommen werden, entscheiden alleine die Eltern, wie der Sprecher betonte.
Der mit internationalem Haftbefehl gesuchte Mann soll sich ins Ausland abgesetzt haben - mutmaĂlich nach RumĂ€nien. ErfahrungsgemÀà tauchten Menschen dort unter, wo sie sich gut auskennen und eine vertraute Umgebung haben, sagte der Polizeisprecher. Man stehe in engem Kontakt mit den Behörden. Es sei aber auch denkbar, dass er direkt in ein anderes Land flĂŒchtete - oder sein Heimatland wieder verlassen habe.
Vom Europa-Park hatte es nach Bekanntwerden des Falls geheiĂen: «Wir sind alle sehr betroffen.» Alle 700 Mitarbeiter im Erlebnisbad Rulantica seien sehr sensibilisiert, was das Thema angehe, hatte ein Sprecher gesagt. Der Europa-Park liegt in der NĂ€he von Freiburg und gehört zu den gröĂten Freizeitparks Deutschlands.
