Ehren-Oscars fĂŒr Angela Bassett und Mel Brooks
27.06.2023 - 09:07:27Die US-Schauspielerin Angela Bassett (64) und die amerikanische Komiker-Legende Mel Brooks (96) werden in diesem Jahr mit Ehren-Oscars ausgezeichnet. Auch die Filmeditorin Carol Littleton (81) wird mit dem «Honorary Award» geehrt, wie die Oscar-Akademie in Beverly Hills bekanntgab. Michelle Satter vom Sundance Institute soll fĂŒr ihr Engagement um den Independent-Film den Jean-Hersholt-Preis erhalten. Die TrophĂ€en werden im Rahmen der «Governors Awards»-Gala am 18. November in Los Angeles ĂŒberreicht.
FĂŒr die Ehren-Oscars gibt es keinen Wettbewerb, sondern die Akademie sucht Personen aus, die einen besonderen Beitrag fĂŒr Film und Gesellschaft geleistet haben.
Bassett war in ihrer langen Karriere schon zweimal fĂŒr einen Oscar nominiert, aber immer leer ausgegangen. Ihre Leinwandrolle als Tina Turner in der Filmbiografie «Tina - What's Love Got To Do With It?» brachte ihr 1994 eine Nominierung als beste Hauptdarstellerin ein. In diesem Jahr war die Schauspielerin fĂŒr «Black Panther: Wakanda Forever» im Rennen um den Nebenrollen-Oscar.
Brooks gehört zu «EGOT»-KĂŒnstlern
Comedy-Star Brooks ist durch Kultfilme wie «Frankenstein Junior» oder «Der wilde wilde Westen» bekannt. Sein klamaukiges RegiedebĂŒt «The Producers» (1968, «FrĂŒhling fĂŒr Hitler») um Nazis, Show-Girls und Broadway-Produzenten brachte ihm einen Oscar fĂŒr das beste Drehbuch ein. Das Multitalent gehört zu der kleinen Gruppe von «EGOT»-KĂŒnstlern, die einen Emmy, Grammy, Oscar und Tony gewonnen haben.
Littleton wirkte als Editorin an Dutzenden Filmen mit, darunter «HeiĂblĂŒtig - KaltblĂŒtig» und «Der groĂe Frust». Eine Oscar-Nominierung holte sie mit dem Schnitt von Steven Spielbergs Science-Fiction-Film «E.T. - Der AuĂerirdische» (1982).
Satter setzt sich nach Angaben der Filmakademie seit ĂŒber 40 Jahren beim Sundance Institut fĂŒr die Independent-Szene ein. Sie habe viele Talente aus aller Welt gefördert, hieĂ es. Der nach dem dĂ€nisch-amerikanischen Schauspieler und Philanthropen Jean Hersholt (1886 - 1956) benannte Sonderpreis wird nur in unregelmĂ€Ăigen AbstĂ€nden verliehen. Seit Mitte der 50er Jahre gab es 43 EmpfĂ€nger, darunter Gregory Peck, Elizabeth Taylor, Oprah Winfrey, Angelina Jolie oder Harry Belafonte.
Im vorigen Jahr ging diese Auszeichnung an den US-Schauspieler Michael J. Fox (62). Der an Parkinson erkrankte «ZurĂŒck in die Zukunft»-Star wurde fĂŒr seinen Einsatz im Kampf gegen die Nervenkrankheit gewĂŒrdigt.


