BrĂŒckeneinsturz, Baltimore

100-Millionen-Zahlung nach BrĂŒckeneinsturz in Baltimore

25.10.2024 - 01:01:27

Im MĂ€rz bringt ein Frachter eine BrĂŒcke in Baltimore zum Einsturz - sechs Menschen sterben. Nach einer Klage der US-Regierung sind Betreiber und EigentĂŒmer zu einer hohen Zahlung bereit.

Der Besitzer und der Betreiber des Containerschiffs, das im MĂ€rz eine große AutobahnbrĂŒcke in Baltimore zum Einsturz brachte, wollen gut 100 Millionen Dollar als Wiedergutmachung zahlen. Mit der Einigung will das US-Justizministerium seine Klage mit einer Forderung in Ă€hnlicher GrĂ¶ĂŸenordnung fallenlassen. DafĂŒr muss der Richter zunĂ€chst der Vereinbarung zustimmen.

Ende MĂ€rz hatte das Containerschiff «Dali» einen StĂŒtzpfeiler der mehr als 2,5 Kilometer langen Francis Scott Key Bridge gerammt und die AutobahnbrĂŒcke so zum Einsturz gebracht. Sechs Arbeiter, die Reparaturen auf der BrĂŒcke ausfĂŒhrten, kamen ums Leben. Das Schiff war wegen eines Stromausfalls manövrierunfĂ€hig geworden.

Das Justizministerium verklagte im September zwei in Singapur ansĂ€ssige Unternehmen als Besitzer und Betreiber des Schiffs. Die Behörde warf ihnen vor, technische MĂ€ngel an der «Dali» - auch um Kosten einzusparen - bewusst ignoriert zu haben, wodurch das Risiko eines Stromausfalls deutlich erhöht worden sei. Nach Mitteilung des Ministeriums wollen sie nun knapp 102 Millionen Dollar zahlen (rund 94 Millionen Euro). Es hatte in der Klage etwas mehr als 103 Millionen Dollar Schadenersatz unter anderem fĂŒr die Kosten der RĂ€umungsarbeiten gefordert.

Das Justizministerium betonte zugleich, dass in der Summe nicht die Ausgaben fĂŒr den Wiederaufbau der BrĂŒcke enthalten seien. Sie gehörte dem Bundesstaat Maryland - und dieser versucht in einer eigenen Klage, zumindest einen Teil der Kosten zurĂŒckzubekommen.

@ dpa.de