Tote, Hochrhein

Drei Tote am Hochrhein - 19-JĂ€hriger kommt vor Gericht

22.08.2024 - 09:26:58

Im MÀrz soll ein junger Mann seine Eltern und seinen Bruder mit einem Messer getötet haben. Auch die Schwester wird schwer verletzt. Nun steht fest, wann das Verfahren gegen den 19-JÀhrigen beginnt.

  • Nach dem gewaltsamen Tod seiner Eltern und seines Bruders muss der mutmaßliche TĂ€ter nun vor Gericht. (Archivbild)  - Foto: Patrick Seeger/dpa

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  • In diesem Haus in Hohentengen soll der junge Mann seine Eltern und seinen Bruder mit einem Messer getötet haben. (Archivbild) - Foto: David Pichler/dpa

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Nach dem gewaltsamen Tod seiner Eltern und seines Bruders muss der mutmaßliche TĂ€ter nun vor Gericht. (Archivbild)  - Foto: Patrick Seeger/dpaIn diesem Haus in Hohentengen soll der junge Mann seine Eltern und seinen Bruder mit einem Messer getötet haben. (Archivbild) - Foto: David Pichler/dpa

FĂŒnf Monate nach der Messerattacke mit drei Toten am Hochrhein muss sich der mutmaßliche TĂ€ter vor Gericht verantworten. Von Montag an verhandelt die große Jugendkammer gegen den 19-JĂ€hrigen - unter anderem wegen Totschlags in drei FĂ€llen und versuchten Totschlags, wie eine Sprecherin des Landgerichts Waldshut-Tiengen mitteilte. 

Die Attacke ereignete sich Ende MĂ€rz in Hohentengen am Hochrhein - im Ă€ußersten SĂŒden Deutschlands. Dort soll der Mann mit deutschem und italienischem Pass seine Eltern im Alter von 58 und 61 Jahren und seinen 34-jĂ€hrigen Bruder mit einem Klappmesser angegriffen und getötet haben. Die Schwester des VerdĂ€chtigen erlitt bei der Tat schwere Stich- und Schnittverletzungen, die aber nicht lebensbedrohlich waren.

Staatsanwaltschaft strebt Unterbringung an

Bereits im Juli hatte die Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass sie auf Basis eines Gutachtens davon ausgeht, dass der Beschuldigte aufgrund einer psychischen Erkrankung zur Tatzeit schuldunfĂ€hig war. Sein Handeln könne nicht bestraft werden, hieß es damals. Es sei aber zu erwarten, dass der Mann gefĂ€hrlich sei. Bei dem sogenannten Sicherheitsverfahren geht es deshalb um die Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus. 

Das genaue Motiv fĂŒr die Tat war zuletzt noch unklar. «Der Beweggrund fĂŒr die Handlungen des Beschuldigten dĂŒrfte in seiner psychischen Erkrankung zum Tatzeitpunkt liegen», hieß es im Juli von der Anklagebehörde. Es habe am Tag vor der Tat einen handgreiflichen Streit in der Familie gegeben. 

Neben dem Prozessauftakt am Montag hat die Kammer bis zum 9. September noch fĂŒnf weitere Verhandlungstermine angesetzt

@ dpa.de