Joe Biden, SchÀferhund

Nach Bissen: Hund von Joe Biden nicht mehr im Weißen Haus

05.10.2023 - 08:53:20 | dpa.de

Immer wieder machte der Deutsche SchĂ€ferhund des US-PrĂ€sidenten Ärger und griff Beamte des Secret Service an. Nun musste er das Weiße Haus verlassen.

US-PrÀsident Joe Biden und sein Deutscher SchÀferhund «Commander». - Foto: President Joe Biden/APA Images via ZUMA Press Wire/dpa
US-PrÀsident Joe Biden und sein Deutscher SchÀferhund «Commander». - Foto: President Joe Biden/APA Images via ZUMA Press Wire/dpa

Der Hund von US-PrĂ€sident Joe Biden ist nach mehreren Beißattacken aus dem Weißen Haus verbannt worden. «Commander befindet sich derzeit nicht auf dem GelĂ€nde des Weißen Hauses», hieß es in einer Mitteilung einer Sprecherin von First Lady Jill Biden, die mehreren US-Medien vorlag.

Wo sich der Deutsche SchĂ€ferhund nun befindet und ob er ins Weiße Haus zurĂŒckkehren kann, ist noch unklar. Weitere Schritte wĂŒrden geprĂŒft, hieß es. Bereits zuvor musste ein Hund des PrĂ€sidenten nach Angriffen auf Mitarbeiter weggegeben werden.

«Dem PrĂ€sidenten und der First Lady liegt die Sicherheit derer, die im Weißen Haus arbeiten und die sie jeden Tag beschĂŒtzen, sehr am Herzen», hieß es in der Mitteilung demnach weiter. Das PrĂ€sidentenpaar sei dankbar fĂŒr die Geduld und UnterstĂŒtzung des Secret Service und aller weiteren Beteiligten.

Commander: Hund mit BeschĂŒtzerdrang

Der Secret Service ist fĂŒr den Schutz des PrĂ€sidenten und seiner Familie verantwortlich. Beamte folgen Joe Biden und seiner Familie auf Schritt und Tritt - und stellen so auch ein mögliches Feindbild fĂŒr Hunde mit BeschĂŒtzerdrang dar.

Commander biss allein in den Monaten zwischen Oktober 2022 und Januar 2023 mindestens zehn Mal Beamte des Secret Service oder griff sie anderweitig an, wie in der vergangenen Woche aus Unterlagen des US-Heimatschutzministeriums hervorging. Einmal musste ein Beamter demnach sogar im Krankenhaus behandelt werden. Die VorfĂ€lle hĂ€tten sich unter anderem ereignet, als die First Lady oder der PrĂ€sident selbst den Hund ausgefĂŒhrt hatten, hieß es. Die tatsĂ€chliche Zahl der Angriffe liege noch höher als bisher von der Regierung bestĂ€tigt, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf eine Quelle im Weißen Haus.

Commander kam im Dezember 2021 als Welpe ins Weiße Haus, ein Geburtstagsgeschenk von Bidens Bruder James. Anders als die Portugiesischen Wasserhunde von Ex-PrĂ€sident Barack Obama, Bo und Sunny, die immer als ausgesprochen freundlich galten und auch mit Besuchern interagierten, hat PrĂ€sident Biden offensichtlich ein Hunde-Problem. Er und Ehefrau Jill hatten vor Commander bereits einen anderen Hund - Major, ebenfalls ein Deutscher SchĂ€ferhund. Major aber biss ebenfalls Mitarbeiter des Secret Service und wurde aus SicherheitsgrĂŒnden zu Familienfreunden der Bidens gebracht.

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