Lindgren-GedĂ€chtnispreis fĂŒr indigene Literaturstiftung
05.06.2024 - 10:49:21Der diesjÀhrige Astrid-Lindgren-GedÀchtnispreis (Alma) ist an die australische Stiftung Indigenous Literacy Foundation (ILF) verliehen worden. Vertreter der Organisation nahmen den Preis am Dienstagabend von Kronprinzessin Victoria bei einer Zeremonie im Stockholmer Konzerthaus entgegen. Die ILF hat es sich zum Ziel gesetzt, indigenen australischen Kindern Zugang zu guter Literatur zu verschaffen, um die Lese- und SchreibfÀhigkeit zu fördern.
In der BegrĂŒndung hieĂ es, die Stiftung fördere mit Neugierde und Respekt bei den Kindern der indigenen Bevölkerung Australiens das Lesen und unterstreiche den Wert verschiedener Sprachen und Geschichten. In diesem Jahr erhielt ganz untypisch somit eine Organisation statt einer Person den mit fĂŒnf Millionen schwedischen Kronen (gut 435.000 Euro) dotierten Preis - erst das vierte Mal in der 22-jĂ€hrigen Geschichte des Preises.Â
Der Alma ist der höchstdotierte Preis seiner Art. 2023 erhielt ihn die US-amerikanische Jugendbuchautorin Laurie Halse Anderson. Auch die beliebte österreichische Kinder- und Jugendbuchautorin Christine Nöstlinger (1936-2018) gehört zu den PreistrÀgerinnen.
Die schwedische Regierung hatte die Auszeichnung nach dem Tod der weltberĂŒhmten Kinderbuchautorin Astrid Lindgren («Pippi Langstrumpf», «Michel aus Lönneberga») 2002 ins Leben gerufen. Dieses Jahr waren 245 Kandidatinnen und Kandidaten aus 68 LĂ€ndern und Regionen nominiert, darunter insgesamt elf Personen und eine Bibliothek aus Deutschland, Ăsterreich und der Schweiz.Â


