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Unesco: Jeden vierten Tag ein Journalist getötet

02.11.2024 - 00:01:36 | dpa.de

In bewaffneten Konflikten, bei Protesten oder wegen Recherchen zu Korruption: In den vergangenen zwei Jahren wurden laut Unesco Dutzende Journalisten getötet. Besonders in zwei Regionen.

Insgesamt verzeichnet die Unesco fĂŒr die Jahre 2022 und 2023 162 getötete Journalisten, Medienschaffende und Gestalter von Online-Inhalten - und damit deutlich mehr als die 117 Tötungen in den Jahren 2020 und 2021. (Archivfoto) - Foto: Bruce Cotler/ZUMA Press Wire/dpa
Insgesamt verzeichnet die Unesco fĂŒr die Jahre 2022 und 2023 162 getötete Journalisten, Medienschaffende und Gestalter von Online-Inhalten - und damit deutlich mehr als die 117 Tötungen in den Jahren 2020 und 2021. (Archivfoto) - Foto: Bruce Cotler/ZUMA Press Wire/dpa

In den vergangenen zwei Jahren ist der UN-Kulturorganisation Unesco zufolge jeden vierten Tag ein Journalist getötet worden. Mehr als die HĂ€lfte von ihnen kam in einem Land ums Leben, in dem ein bewaffneter Konflikt herrscht, hieß es in einem neuen Bericht der Organisation mit Sitz in Paris. In anderen LĂ€ndern seien sie wegen ihrer Arbeit zu organisierter KriminalitĂ€t, Korruption oder bei Berichterstattung ĂŒber Proteste getötet worden.

WÀhrend 2022 besonders viele Medienschaffende in Mexiko umgebracht wurden (19), kamen 2023 in den palÀstinensischen Gebieten die meisten Journalisten ums Leben (24). Dem Bericht zufolge sind Lateinamerika und die Karibik sowie arabische LÀnder die Gebiete, in denen am meisten Journalisten getötet wurden.

Insgesamt verzeichnet die Unesco fĂŒr die beiden Jahre 162 getötete Journalisten, Medienschaffende und Gestalter von Online-Inhalten - und damit deutlich mehr als die 117 Tötungen in den Jahren 2020 und 2021. Die meisten Medienschaffenden starben demnach in ihrem Heimatland.

«In der Mehrzahl der FĂ€lle wird niemand jemals fĂŒr diese Tötungen zur Verantwortung gezogen», kritisierte Unesco-Generaldirektorin Audrey Azoulay. 85 Prozent der seit 2006 bekannten Tötungen von Journalisten seien noch immer nicht aufgeklĂ€rt. Azoulay rief LĂ€nder dazu auf, mehr dafĂŒr zu tun, dass die Taten nicht unbestraft blieben.

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