Hochwasserlage, Hochwassergebieten

Hochwasserlage entspannt sich weiter

10.01.2024 - 13:20:18

In den Hochwassergebieten sinken die PegelstÀnde langsam. Das trockene Winterwetter lÀsst Anwohner und EinsatzkrÀfte aufatmen - eine vollstÀndige Entwarnung gibt es laut Behörden aber noch nicht.

  • In Lilienthal wird ein mobiler Deich wieder abgebaut. - Foto: Sina Schuldt/dpa

    Sina Schuldt/dpa

  • Autos auf einem ĂŒberfluteten Parkplatz im britischen Wallingford. - Foto: Andrew Matthews/PA Wire/dpa

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In Lilienthal wird ein mobiler Deich wieder abgebaut. - Foto: Sina Schuldt/dpaAutos auf einem ĂŒberfluteten Parkplatz im britischen Wallingford. - Foto: Andrew Matthews/PA Wire/dpa

In den Hochwasser-Gebieten in Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt entspannt sich die Lage immer mehr. Entwarnung gaben die Behörden aber noch nicht.

Die niedersĂ€chsischen Behörden gingen davon aus, dass WasserstĂ€nde der FlĂŒsse Aller, Leine, Oker, Hunte, Hase und Weser weiter sinken werden, weil dort fĂŒr die kommenden Tage bis zum Wochenende kein neuer Regen oder Schnee vorhergesagt wird. «Die Hochwasserlage entspannt sich deutlich», sagte ein Sprecher des Umweltministeriums in Hannover. Noch gebe es aber mehrere PegelstĂ€nde, die ĂŒber der höchsten Meldestufe 3 liegen.

In Sachsen-Anhalt kehrt in dem betroffenen Gebiet im SĂŒden des Landes Schritt fĂŒr Schritt die NormalitĂ€t zurĂŒck. Weil ausreichend Reserven vorhanden seien, könne die SandsackbefĂŒllung eingestellt und die Arbeit von Helferinnen und Helfern aus anderen Landesteilen schrittweise zurĂŒckgefahren werden, sagte der Landrat des Landkreises Mansfeld-SĂŒdharz, AndrĂ© Schröder (CDU). Auch solle der Schulbetrieb am Donnerstag im gesamten Kreis wieder ohne EinschrĂ€nkungen ablaufen.

Katastrophenfall - Bundeswehr im Einsatz

Kurz vor Jahresende war im Landkreis Mansfeld-SĂŒdharz der Fluss Helme stellenweise weit ĂŒber seine Ufer getreten. Der Landkreis hatte daraufhin den Katastrophenfall ausgerufen und auch die Bundeswehr um Hilfe gebeten. Rund 200 Zeit- und Berufssoldaten sind seit vergangenem Freitag vor Ort im Einsatz. «Die Lage muss auch in den kommenden Tagen beobachtet werden», sagte Schröder.

Die beiden BundeslĂ€nder sind aktuell noch am schlimmsten betroffen, in anderen LĂ€ndern entspannte sich die Situation. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft forderte mehr Schutzmaßnahmen. «LĂ€nder und Kommunen haben beim Thema FlĂ€chen- und Bauplanung sowie bei der PrĂ€vention große Defizite. Hier wurde jahrzehntelang zu wenig investiert», sagte HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Jörg Asmussen.

Allein in Niedersachsen sind nach Angaben des dortigen Wirtschaftsministeriums noch 65 Straßen wegen des Hochwassers gesperrt. Diese sollten ausdrĂŒcklich weiterhin nicht befahren werden, auch wenn die Straßen womöglich mittlerweile wieder befahrbar aussehen wĂŒrden, hieß es.

Von Überschwemmungen waren auch andere europĂ€ische LĂ€nder betroffen wie Frankreich. In England kĂ€mpfen einige Regionen noch immer mit den Folgen eines Hochwassers. Die Menschen wurden aufgerufen, dort weiterhin vorsichtig zu sein.

@ dpa.de