Deutschland, Iran

Wadephul: Erster Nahost-Rückholflug aus Oman am Mittwoch

03.03.2026 - 15:55:38 | dpa.de

In der Nahost-Region sitzen wegen des Iran-Kriegs Zehntausende deutsche Touristen fest. Die Bundesregierung will nun Kranke, Kinder und Schwangere unter ihnen zurückholen.

Außenminister Johann Wadephul (CDU) hatte am Montag nach einer Sitzung des Krisenstabes der Bundesregierung Charterflüge zur Rückholung von besonders verletzlichen Menschen unter den in Nahost gestrandeten Deutschen angekündigt. (Archivbild) - Foto: Axel Schmidt/Reuters Pool/dpa
Außenminister Johann Wadephul (CDU) hatte am Montag nach einer Sitzung des Krisenstabes der Bundesregierung Charterflüge zur Rückholung von besonders verletzlichen Menschen unter den in Nahost gestrandeten Deutschen angekündigt. (Archivbild) - Foto: Axel Schmidt/Reuters Pool/dpa

Die Bundesregierung will ihre Rückholaktion für Kinder, Kranke und Schwangere unter den in Nahost gestrandeten Deutschen an diesem Mittwoch starten. Ein erster Flug sei nach Maskat geplant, der Hauptstadt des Oman, kündigte Außenminister Johann Wadephul (CDU) im Sender Welt-TV an. Weitere Flüge seien in den kommenden Tagen geplant.

Die Bundesregierung werde versuchen, alte, kranke und schwache Menschen sowie schwangere Frauen und Kinder nach Deutschland zurückzubringen. «Wir müssen schauen, wen wir dort mitnehmen können», sagte Wadephul.

Wie viele Passagiere mit an Bord sein könnten, wollte der Minister nicht sagen. Dies werde sich nach der Größe des Flugzeuges richten, die er noch nicht exakt kenne. Es werde aber eine Maschine in der Größenordnung sein, mit der auch sonst üblicherweise Touristen über entsprechend große Entfernungen transportiert würden.

Passagiere müssen über Landweg nach Oman reisen

Man müsse «ein bisschen danach gehen, welche Personen da sind», sagte Wadephul. Die Passagiere müssten zunächst aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) in den Oman ausreisen. Das Auswärtige Amt habe in diesem Zusammenhang sein Personal verstärkt. «Aber es hängt natürlich auch davon ab: Wer schafft diesen Landweg. Wer kann sich ein Fahrzeug besorgen.» Hier sei man auf eine enge Zusammenarbeit mit den Reiseverkehrsunternehmen angewiesen. Zudem werde der eine oder andere auch individuell anreisen.

Allen anderen deutschen Staatsbürgern außerhalb dieser besonders hilfsbedürftigen Gruppe müsse man entweder noch einen längeren Aufenthalt zumuten oder anbieten, direkt von den Vereinigten Arabischen Emiraten aus nach Deutschland zu fliegen. «Ich bin guter Dinge, dass wir jetzt in den nächsten Tagen vorankommen», so dass «die allermeisten der deutschen Touristen endlich zurückkommen können nach Deutschland», sagte Wadephul.

Wadephul weist auch auf kommerzielle Flüge hin

Das Auswärtige Amt stehe in engem Kontakt mit verschiedenen Fluggesellschaften, in Deutschland vor allem mit der Lufthansa und mit Condor, sagte Wadephul. Glücklicherweise würden auch kommerzielle Fluglinien Menschen aus den VAE zurückbringen, sagte der Minister. Er habe darüber in Berlin auch mit seinem Kollegen aus den VAE beraten.

Wegen der Eskalation des Nahost-Konflikts infolge der Angriffe der USA und Israels auf den Iran sitzen Zehntausende Reisende fest, die im Nahen Osten Urlaub machen oder einen der dortigen Flughäfen als Drehkreuz nutzen wollten. Nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) sind allein rund 30.000 Kunden deutscher Veranstalter betroffen. Wadephul hatte die Rückholaktion gestern angekündigt und gesagt, man werde gecharterte Flugzeuge nach Maskat und auch nach Riad in Saudi-Arabien schicken.

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