Krefeld, Versuchte

Krefeld: Versuchte Brandstiftung - kein Hinweis auf Anschlag

11.10.2024 - 05:06:43

In einem Kinofoyer in Krefeld schießt die Polizei auf einen VerdĂ€chtigen. Zuvor soll er mehrere BrĂ€nde gelegt haben. Es gibt erste Informationen.

  • Polizeibeamte und Rettungsdienst stehen vor dem Kino in der Krefelder Innenstadt. - Foto: Christoph Reichwein/dpa

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  • Ein BĂŒro des Arbeitsamts ist bei einem Brandanschlag beschĂ€digt worden. - Foto: David Young/dpa

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Polizeibeamte und Rettungsdienst stehen vor dem Kino in der Krefelder Innenstadt. - Foto: Christoph Reichwein/dpaEin BĂŒro des Arbeitsamts ist bei einem Brandanschlag beschĂ€digt worden. - Foto: David Young/dpa

Bei dem Vorfall in einem Krefelder Kino mit einem niedergeschossenen VerdĂ€chtigen gibt es laut Polizei keine Hinweise auf einen terroristischen Anschlag. Die genaue Motivlage sei noch unklar und Gegenstand der Ermittlungen, teilte die Polizei am frĂŒhen Morgen mit. 

Der 38-JÀhrige habe versucht, in dem Foyer des Kinos einen Brand zu legen. Die Tat konnte demnach durch den Schusswaffengebrauch verhindert werden. Der Mann kam ins Krankenhaus, wo er sich weiterhin in Àrztlicher Behandlung befand. Unklar blieb, wie schwer er verletzt wurde und ob er vernehmungsfÀhig war. Bei dem VerdÀchtigen handelt es sich laut Polizei um einen Krefelder mit iranischer NationalitÀt. 

BrÀnde an drei Orten in der NÀhe

Polizisten hatten den Mann am Donnerstagabend im Kinofoyer am Hauptbahnhof niedergeschossen und verletzt. Der Bereich um das Kino wurde weitrĂ€umig abgesperrt. Zahlreiche Polizisten waren dort im Einsatz. Gegen 19.50 Uhr waren laut Polizei zahlreiche Meldungen von drei BrĂ€nden eingegangen. Im Bereich der Philadelphiastraße in der NĂ€he des Bahnhofs brannten laut Polizei eine Wohnung, ein geparktes Fahrzeug und ein BĂŒrogebĂ€ude. Demnach wurde niemand durch die Feuer verletzt. Einem unbestĂ€tigten Bericht der «Bild» zufolge soll der VerdĂ€chtige einen Brandsatz in das GebĂ€ude der Bundesagentur fĂŒr Arbeit geschleudert haben. 

Die Spur der Zerstörung zog sich vom Hauptbahnhof etwa 900 Meter durch die Innenstadt. Das Arbeitsamt ist etwa 700 Meter vom Hauptbahnhof entfernt. Von dem Brand zeugten dort nachts von außen zwei kaputte Fensterscheiben. Etwa 150 Meter weiter stand ein weißer Minibus mit zwei eingeschlagenen Scheiben und leichten Rußspuren. Es ist ein Auto der ambulanten Drogenhilfe der Caritas. Wiederum 50 Meter weiter soll eine Dachgeschosswohnung gebrannt haben. Von außen war das nicht zu erkennen, aber die Polizei sicherte das Haus als Tatort ab. 

Auch einige Kinobesucher seien Zeuge des Geschehens geworden, sagte ein Polizeisprecher am Ort des Geschehens. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen zum konkreten Tatablauf, zum möglichen Zusammenhang der Branddelikte und zum Tatmotiv ĂŒbernommen.

@ dpa.de