Krefeld: Versuchte Brandstiftung - kein Hinweis auf Anschlag
11.10.2024 - 05:06:43Bei dem Vorfall in einem Krefelder Kino mit einem niedergeschossenen VerdĂ€chtigen gibt es laut Polizei keine Hinweise auf einen terroristischen Anschlag. Die genaue Motivlage sei noch unklar und Gegenstand der Ermittlungen, teilte die Polizei am frĂŒhen Morgen mit.Â
Der 38-JĂ€hrige habe versucht, in dem Foyer des Kinos einen Brand zu legen. Die Tat konnte demnach durch den Schusswaffengebrauch verhindert werden. Der Mann kam ins Krankenhaus, wo er sich weiterhin in Ă€rztlicher Behandlung befand. Unklar blieb, wie schwer er verletzt wurde und ob er vernehmungsfĂ€hig war. Bei dem VerdĂ€chtigen handelt es sich laut Polizei um einen Krefelder mit iranischer NationalitĂ€t.Â
BrÀnde an drei Orten in der NÀhe
Polizisten hatten den Mann am Donnerstagabend im Kinofoyer am Hauptbahnhof niedergeschossen und verletzt. Der Bereich um das Kino wurde weitrĂ€umig abgesperrt. Zahlreiche Polizisten waren dort im Einsatz. Gegen 19.50 Uhr waren laut Polizei zahlreiche Meldungen von drei BrĂ€nden eingegangen. Im Bereich der PhiladelphiastraĂe in der NĂ€he des Bahnhofs brannten laut Polizei eine Wohnung, ein geparktes Fahrzeug und ein BĂŒrogebĂ€ude. Demnach wurde niemand durch die Feuer verletzt. Einem unbestĂ€tigten Bericht der «Bild» zufolge soll der VerdĂ€chtige einen Brandsatz in das GebĂ€ude der Bundesagentur fĂŒr Arbeit geschleudert haben.Â
Die Spur der Zerstörung zog sich vom Hauptbahnhof etwa 900 Meter durch die Innenstadt. Das Arbeitsamt ist etwa 700 Meter vom Hauptbahnhof entfernt. Von dem Brand zeugten dort nachts von auĂen zwei kaputte Fensterscheiben. Etwa 150 Meter weiter stand ein weiĂer Minibus mit zwei eingeschlagenen Scheiben und leichten RuĂspuren. Es ist ein Auto der ambulanten Drogenhilfe der Caritas. Wiederum 50 Meter weiter soll eine Dachgeschosswohnung gebrannt haben. Von auĂen war das nicht zu erkennen, aber die Polizei sicherte das Haus als Tatort ab.Â
Auch einige Kinobesucher seien Zeuge des Geschehens geworden, sagte ein Polizeisprecher am Ort des Geschehens. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen zum konkreten Tatablauf, zum möglichen Zusammenhang der Branddelikte und zum Tatmotiv ĂŒbernommen.





