Ein Toter bei GrubenunglĂŒck in Polen
11.07.2024 - 21:08:58 | dpa.de
Bei einem GrubenunglĂŒck in Polen ist ein Bergmann getötet worden, ein weiterer wird vermisst. Auslöser des UnglĂŒcks in der Kohlegrube im schlesischen Rydultowy war ein Gebirgsschlag, der um 8.16 Uhr auf 1150 Metern unter Tage registriert wurde, wie eine Sprecherin des Betreibers PGG sagte. Es war unklar, welche konkreten Auswirkungen der Gebirgsschlag auf das Bergwerk hatte.
In dem betroffenen Bereich waren zum Zeitpunkt des UnglĂŒcks 78 Bergleute im Einsatz. Die Rettungsteams konnten im Laufe des Nachmittags 76 in Sicherheit bringen, 17 von ihnen kamen mit Verletzungen ins Krankenhaus. Zu zwei weiteren Bergleuten hatten die Retter zunĂ€chst keinen Kontakt. Am Abend drangen sie schlieĂlich zu einem der beiden vor. Der Mann konnte nach Angaben des Bergwerkbetreibers nur noch tot geborgen werden. Die Suche nach dem zweiten vermissten Bergmann wurde wegen weiterer seismischer AktivitĂ€ten zunĂ€chst unterbrochen.Â
Als GebirgsschlĂ€ge werden plötzlich auftretende Bewegungen und EinstĂŒrze in GesteinshohlrĂ€umen bezeichnet, die nicht auf tektonisch ausgelöste Erdbeben zurĂŒckgehen. HĂ€ufige Ursache sind Sprengungen im Bergbau. Da sich GebirgsschlĂ€ge schwer vorhersagen lassen, sind sie ein groĂes Sicherheitsrisiko fĂŒr Bergleute und Menschen, die in Bergbaugebieten leben.
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