Ein Toter nach SchĂŒssen in Göppingen - Fahndung
03.10.2024 - 11:49:44Nach tödlichen SchĂŒssen in einer Bar in Göppingen östlich von Stuttgart fahndet die Polizei nach dem mutmaĂlichen TĂ€ter. Es gebe bislang keine Hinweise darauf, in welche Richtung er entkommen sein könnte, teilte ein Polizeisprecher auf Anfrage mit. Bei den SchĂŒssen am Mittwochabend war ein 29-JĂ€hriger getötet worden, zwei weitere Menschen wurden verletzt und in KrankenhĂ€user gebracht. Die Polizei war in der Nacht mit einem GroĂaufgebot an Ort und Stelle. Die HintergrĂŒnde der Tat sind noch unklar.
Der schwarz gekleidete SchĂŒtze entfernte sich den Angaben zufolge zu FuĂ vom Tatort. Weitere Details zu dem Mann wurden zunĂ€chst nicht bekannt. Der Göppinger OberbĂŒrgermeister Alexander Maier (GrĂŒne) sagte in der Nacht der Deutschen Presse-Agentur, fĂŒr die Bevölkerung bestehe keine Gefahr.Â
Am spĂ€ten Mittwochabend hatten mehrere Menschen den Notruf gewĂ€hlt und von SchĂŒssen berichtet. Polizeibeamte fanden drei Opfer mit Schusswunden in dem Lokal. FĂŒr den 29-JĂ€hrigen kam demnach jegliche Hilfe zu spĂ€t, er starb noch vor Ort. Zu der Schwere der Verletzungen der beiden anderen Opfer war zunĂ€chst nichts bekannt.Â
In Göppingen findet seit Mittwoch ein Weinfest statt. OberbĂŒrgermeister Maier (GrĂŒne) sagte, das Fest in seiner Kommune solle wie geplant fortgesetzt werden. Das Eine habe mit dem Anderen nichts zu tun. Es habe deshalb nie zur Debatte gestanden, die Feierlichkeiten abzusagen. Die Veranstaltung sei am Abend nicht gerĂ€umt worden, sondern normal zu Ende gegangen. Es habe keine Panik gegeben
Schwer bewaffnete Polizisten im Einsatz
Auf Fotos zu sehen waren unter anderem vermummte und mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizisten. Auch der Rettungsdienst war mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz. Nach Angaben eines dpa-Reporters sicherten Kriminaltechniker Spuren. Die schwÀbische Stadt liegt etwa 40 Kilometer östlich von Stuttgart.
Bezug zu Gewaltserie?
Ermittler prĂŒfen indes, ob es einen Zusammenhang zu den Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Banden im GroĂraum Stuttgart gibt, wie eine Sprecherin des Landeskriminalamts (LKA) Baden-WĂŒrttemberg auf Anfrage mitteilte. Das LKA ist nach eigenen Angaben bei den Ermittlungen in Göppingen eingebunden, insbesondere bei der Spurensicherung.Â
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Bei der blutigen Fehde der rivalisierenden Gruppen im GroĂraum Stuttgart wurde seit Sommer 2022 auf Menschen geschossen, auch eine Handgranate explodierte. In den vergangenen Monaten nahm die Zahl der ZwischenfĂ€lle aber deutlich ab. Bislang wurden nach frĂŒheren Angaben des LKA mehr als 70 mutmaĂliche AnhĂ€nger verhaftet.Â
Den beiden Gruppen â die eine wird grob der Region Esslingen, Ludwigsburg und Plochingen zugeordnet, die andere dem Stuttgarter Stadtteil Zuffenhausen und Göppingen â sollen nach frĂŒheren ExpertenschĂ€tzungen mehr als 500 meist junge Menschen angehören. Demnach ist weitgehend unklar, warum sich die Gruppen so blutig bekĂ€mpfen. Nach EinschĂ€tzung von LKA-PrĂ€sident Andreas Stenger handelt es sich nicht um familiĂ€re Clans oder um die klassische BandenkriminalitĂ€t.
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