Hessen, Deutschland

Vierter Toter nach UnglĂŒck in Lederfabrik

22.04.2026 - 16:35:06 | dpa.de

In einer Lederfabrik im hessischen Runkel kommt es zu einem schweren Arbeitsunfall. Ein vierter Mann ist nun an seinen Verletzungen gestorben. Die Ermittlungen zur Ursache gehen weiter.

Drei Leichen wurden schon in der Nacht des UnglĂŒcks abtransportiert. (Archivbild) - Foto: Sascha Ditscher/dpa
Drei Leichen wurden schon in der Nacht des UnglĂŒcks abtransportiert. (Archivbild) - Foto: Sascha Ditscher/dpa

Nach dem UnglĂŒck in einer Lederfabrik im hessischen Runkel ist ein vierter Mensch tot. Der 35-JĂ€hrige war nach dem Arbeitsunfall am vergangenen Donnerstag in ein Krankenhaus gebracht worden, starb dort aber an seinen schweren Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Die Ermittlungen zur UnglĂŒcksursache liefen weiter.

Drei Mitarbeiter des Betriebs im Alter von 38, 58 und 59 Jahren waren tot in einer Auffanggrube der Lederfabrik gefunden worden. Zwei MÀnner wurden mit lebensgefÀhrlichen Verletzungen gerettet, darunter ein weiterer BeschÀftigter der Lederfabrik sowie ein Mitarbeiter einer Rohrreinigungsfirma aus dem rheinland-pfÀlzischen Montabaur. Um welchen der beiden es sich bei dem 35-jÀhrigen Toten handelt, war zunÀchst unklar.

Die Behörden gehen nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass es in der Grube zu einer tödlichen Kohlenmonoxidvergiftung gekommen war. Die Mitarbeiter stiegen demnach wohl nacheinander in die Grube und verunglĂŒckten dort. Der genaue Unfallhergang und der Grund, warum sich die MĂ€nner in der Grube aufhielten, sind weiter unklar. Am Dienstagabend waren drei Leichen rechtsmedizinisch untersucht worden, die Ergebnisse sind noch nicht bekannt.

Der Arbeitsunfall auf dem GelĂ€nde einer Lederfabrik am vergangenen Donnerstag hatte fĂŒr Trauer und Entsetzen in dem 9.500-Einwohner-StĂ€dtchen Runkel gesorgt. Am Freitagabend beteten zahlreiche Menschen in einem Trauergottesdienst fĂŒr die Toten und Verletzten.

Da in dem betroffenen Betrieb mit verschiedenen Chemikalien gearbeitet wird, mussten die EinsatzkrÀfte, die unmittelbar mit den verletzten Personen in Kontakt standen, dekontaminiert und vorsorglich einem Arzt vorgestellt werden. Davon waren etwa 45 bis 50 EinsatzkrÀfte betroffen.

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