Gespannte Ruhe nach dem Erdbeben im Westen Griechenlands
30.03.2024 - 09:45:04Einen Tag nach dem starken Erdbeben im Westen Griechenlands sind die Einwohner in ihre HĂ€user zurĂŒckgekehrt. Viele Bewohner hatten zwischenzeitlich ihre Wohnungen verlassen. «Wir hatten keine Verletzungen und keine nennenswerten SchĂ€den», sagte der BĂŒrgermeister der Kleinstadt Zaharo Kostas Mitropoulos im griechischen Rundfunk weiter. Dennoch sei die Gefahr eines neuen starken ErdstoĂes nach EinschĂ€tzung von Seismologen bislang nicht vorbei.Â
Fachleute sagten griechischen Medien, sie können erst in einigen Tagen mit Sicherheit sagen, dass es keinen stĂ€rkeren ErdstoĂ in dieser Region geben werde. «2018 hatte es dort ein Erdbeben der StĂ€rke 6,8 gegeben», sagte der Seismologe Gerasimos Papadopoulos.  Â
Das Beben am Freitagmorgen hatte nach der endgĂŒltigen Messung des geodynamischen Instituts der griechischen Hauptstadt Athen eine StĂ€rke von 5,7. Das Zentrum des Bebens lag etwa 20 Kilometer unter dem Meeresboden vor der WestkĂŒste der Halbinsel Peloponnes in der NĂ€he der Kleininseln Stamfani (auch Strofades). Vorangegangen war ein kleineres Beben mit einer StĂ€rke von 4,1 in der Region. Es folgten mehrere kleinere Nachbeben.
Dass es keine schweren SchĂ€den gab, hĂ€ngt auch damit zusammen, dass in Griechenland strenge Regeln beim Bauwesen herrschen. Dies gilt besonders fĂŒr den Westen des Landes. Unter dem Meeresboden zwischen Westgriechenland und dem italienischen Sizilien befindet sich die tiefste Stelle des Mittelmeeres mit einer Tiefe von gut 5000 Metern. In dieser Region treffen die Afrikanische und die EuropĂ€ische Platte aufeinander. Dabei kommt es immer wieder zu Erdbeben.  Â


